Wir setzen A-Plan schon seit Jahren als Leitstand ein.
A-Plan als Leitstand.....es geht....
Sind Sie mit Ihrer Fertigungssteuerung unzufrieden?
Funktioniert Ihr Leitstand nicht wirklich?
Ihre Grunddaten sind nicht perfekt?
Treiben Sie hohen Aufwand für die Terminierung?
Haben Sie auch keine 20.000 € für einen neuen Leitstand übrig?
Und erst recht nicht für das dafür notwendige Personal zur Datenpflege?
Sie "schaffen" es auch, auf 100 m Produktionsweg Ihre Aufträge zu verlieren und verbringen viel Zeit mit suchen und klären?
Sofern Sie keine 10.000 offene Arbeitsgänge haben und Ihre (überschaubaren) Stücklisten da bleiben, wo sie hingehören (im ERP-System), gibt es auch echte alternative Lösungen für 200 € (Software incl. Lizenz von Braintool).
Die Materialwirtschaft lässt sich dabei über die Synchronisation der Workflow-Planung von Leitstand zum
ERP-System relativ einfach weiterhin im ERP-System steuern. Das reduziert die Komplexität erheblich (und damit auch die Kosten für ein Planungssystem).
Oftmals ist nicht bekannt, dass es zwei völlig verschiedene Basissyteme für DV-Steuerungsverfahren gibt, ich nenne sie mal "Rechner-getriebene" und "Menschen-getriebene" Systeme.
Rechner basierende Systeme sind erforderlich, wenn Sie eine hohe Anzahl Stücklisten (und Arbeitsgänge) mit tiefen Stücklistenstrukturen und vielen tausend Artikeln je Stückliste beplanen müssen. Hierbei übernimmt der Rechner die Reihenfolgebildung und gibt somit "den Ton an".
Sie sind oft sehr leistungsfähig aber auch sehr teuer und kranken an der mangelnden Akzeptanz der Personen, die sich auf das System verlassen müssen. Zudem kranken Sie an den vielen Stellschrauben, die zur Auswirkung haben können, dass Bestandsfehler bei 5-Cent Artikeln Aufträge mit 100.000 € Umsatz einfach so verschieben...
Das bedeutet, sie stellen sehr hohe Anforderungen an die Grunddatenpflege und verlangen eine permanente Beobachtung der "Stellschrauben", damit die Dinge nicht aus dem Ruder laufen.
Bei Menschen basierenden Systemen, nimmt nicht der Rechner die Terminierung vor, sondern der Mensch. Durch geschickte Gestaltung der Datenaufbereitung kann er durch das Einbinden von Terminierungsregeln soweit entlastet werden, dass er lediglich das Resultat begutachtet und ggf. Feinkorrekturen durchführen muss.
Diese Systeme sind von hoher Akzeptanz der Anwender geprägt. Das liegt daran, dass der Anwender "nur" die Konsequenz der Planung gezeigt bekommt, nicht aber fertig errechnete Lösungen. Aus den daraus entstehenden Planungsfehlern lernt man sehr schnell und versteht nach und nach die Zusammenhänge von Bestand, Kapazität, Durchlaufzeit, Liegezeit, Reihenfolgeeinhaltung und Liefertermintreue. Das so erworbene Wissen "sitzt",macht Mut, lässt Beherrschbarkeit erfahren und gibt so Sicherheit für zukünftige Anforderungen.
Wir selber haben uns 4 Jahre lang mit einem "echten" Rechner basierendem System herumgeschlagen und nie wirklich einen Nutzen vom elektronischen Leitstand gehabt....sind wir also alle zu dumm für schlaue Systeme?
Nein! Denn im Mittelstand ist es oft so, dass keine "ordentliche" AV vorhanden ist, die perfekte Vorgabezeiten und Arbeitspläne erstellen kann. Hier sitzen erstklassige Techniker, die ihr Bestes geben jedoch frustriert mit dem Leitstand "kämpfen", der einfach nicht das tun will, was man sich gedacht hat.
Weiter wird dem Thema der Kapazitätsbelastung aus meiner Sicht eine viel zu hohe Bedeutung zugedacht, zu Lasten der Bedeutung der Reihenfolgeeinhaltung.
Hier "schlummert" mehr Potential als vermutet (bei uns waren es ca. 50% der Liegezeit). Low Cost Systeme haben mit der Kapazitätsübersicht schon mal Probleme, die sind aber durch externe Darstellungen behebbar.
Die Reihenfolgedarstellung dieser Systeme ist aber einwandfrei und aus meiner Sicht auch wesentlich wichtiger als das "Gerechne".
Kann Ihr Rechner-System Überlastzustände planen und auch dann noch Ordnung halten, oder setzt sich dann das "Faustrecht" durch?
Werden bei Ihnen dann nicht alle Terminierungsregeln außer Kraft gesetzt und die Meute, die den Meister jagt, immer größer?
Was machen Sie denn, wenn Sie keine Vorgabezeiten haben und einen reinen Workflow organisieren müssen...ohne Vorgabezeiten und damit ohne Kapatzitätsinfo? Versagt Ihr System an dieser Stelle? Low Cost Systemen ist das egal weil sie keine komplizierten Berechnungen anstellen...sie zeigen einfach auf, was Sache ist.
Manuelle Planungssysteme können in den vorgesteckten Grenzen all die Nachteile Rechner basierender System abfangen und ausgleichen (richtig....es sind also keine perfekten Arbeitspläne erforderlich).
Daher haben wir uns für ein manuell basierendes low cost Verfahren entschieden, was wir in kurzer Zeit (alles in Eigenleistung) sehr erfolgreich einsetzen konnten. Auf Basis der Software A-Plan der Fa. Braintool ist daraus mittlerweile ein ausgewachsener Leitstand mit folgenden Merkmalen geworden:
1: Grundfunktionen
• Schnittstelle ERP --> A-Plan incl. Individualfelder (10 Text- 10 Zahlenfelder)
• Automatische Vorterminierung (Regelwerk)
• Einfache Einschleusung von Kostenstellen über eine Matrix-Funktion
• Zusatzinfos frei einzusteuern (Vermeidung von Sucharbeit im ERP-System)
2: Terminierungsüberwachung
• Fortschrittsüberwachung (Vorgängerstatus, Liegezeiten, Durchlaufzeiten, Terminverzug…)
• Auftragspaketterminierung (Verschachtelung)
Verfügbarkeitsübersicht
3: Kapazitätsübersicht
• Kapazitätsbelegung mit Ausgabe-Schnittstelle (Excel, Access, ASCII, SQL)
• Kapazitätsbelegung nicht freigegebener Aufträge (was kommt auf die Fertigung zu?)
4: Leitstand
• Echtzeitstatus der Arbeitsgänge
• Onlineplanung
• Übernahme tagesaktueller Aufträge im laufenden Betrieb (in Arbeit)
physikalische Materialverfolgung
5: Servicemodule
• Datenarchivierung (für Kontrollfunktionen)
• Tagesstempel Arbeitsgangstatus für die Fortschrittskontrolle
• SQL-Tabellen und Reporting mit „Crystal Report“
• Synchronisation mit dem ERP-System (Serviceleistung mit dem ERP-Anbieter)
Fazit......
* Lassen Sie sich nicht immer vorreden, dass Ihre Daten nicht perfekt sind. Das müssen sie nicht wirklich immer sein, sie müssen es nur deswegen sein, weil sonst ihr "Rechner" nicht damit klar kommt.
* Was Sie mit "halb richtigen" Grunddaten nicht hinbekommen, bekommen Sie auch mit "ganz richtigen" Daten nicht hin. Es ist eine Frage der richtigen Steuerungsmethode und Konsequenz. Schieben Sie Ihr Problem nicht auf den Rechner.
* Der Mensch kann Dinge, die ein Rechner nicht kann...! Hohe Akzeptanz ist nicht eine Frage der Anschaffungskosten, sondern der "erlebten" Lösung.
* Low Cost Systeme haben berechtigte Anwendungsfelder und können sehr leistungsfähig sein. Erst wenn Sie selbst so gut sind, dass Sie deren Anwendungsgrenzen sprengen, können Sie sich ja immer noch mit "besseren" System auseinander setzen.
* Es muss nicht immer teuer sein, weniger ist manchmal mehr. Für das Erlernen und Trainieren der für die Termineinhaltung wichtigen Handlungsprozesse sind LowCost Systeme auf manueller Planungsebene gut geeignet.
Nach drei Jahren Erfahrung mit dieser 200 € Lösung kann ich feststellen, dass wir damit sehr gute Erfahrungen machen konnten und wichtiges Wissen zur Fertigungssteuerung nachhaltig vermittelt haben, was letztendlich auch beim Kunden in Form von Liefertermintreue angekommen ist.
Wir würden uns über einen Erfahrungsaustausch zu Ihren Steuerungslösungen freuen.
m.wanning@spaleck.de
