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Studie: Wie Persönlichkeit den Wissensaustausch in Organisationen beeinflusst

23 Apr
2015

Forscher des Leibnitz-Instituts für Wissensmedizin der Universität Tübingen (IWM) haben herausgefunden, dass vor allem Gebende mehr wichtiges Wissen teilen. Eine groß angelegte Onlinestudie unter Berufstätigen, die in Gebende, Vergleichende und Nehmende eingeteilt wurden, zeigt, wie sich das Teilen von Informationen sowie Ressourcen auf Organisationen auswirkt. Die Studie ergab, dass die als gebend klassifizierten Berufstätigen nicht nur mehr Informationen und Ressourcen teilen, sondern vielmehr wichtige Fakten weitergeben. Als nehmend eingestufte Berufstätige hingegen behalten alles für sich.

Professor Adam Grant von der Wharton School der Universität in Pennsylvania hat in seinem Bestseller „Geben und Nehmen: Erfolgreich sein zum Vorteil aller“ die These, dass rücksichtslose Egoisten eher Karriere machen, in Frage gestellt. Er nimmt die Unterteilung in Gebende, Vergleichende und Nehmende vor, die sich sehr gut auf den Austausch von Wissen in Organisationen anwenden lässt.

Persönlichkeitstypen

  • Gebende Menschen gelten als hilfsbereit, sie geben in der Regel mehr, als sie bekommen und erwarten auch keine Gegenleistung.
  • Die Strategie „Wie du mir, so ich dir“ nutzen Vergleichende.
  • Keine Gegenleistung erbringen Nehmende, die nur versuchen, von allem so viel wie möglich zu bekommen.

Es wurde für die Analyse ein Fragebogen von Grant entwickelt, der die Teilnehmer 15 Szenarien aus dem Berufsleben beantworten lässt.

Prof. Dr. Sonja Utz von der Universität Tübingen nutzte diesen Fragebogen in ihrer Studie mit mehr als 1.200 Berufstätigen. Die Studie hat ergeben, Gebende sind deutlich weniger selbstorientiert und gelten nicht als narzisstisch – ganz im Gegensatz zur Gruppe der Nehmenden.

Fazit der Studie

Gerade für den Wissensaustausch in Organisationen ist die Persönlichkeit des „Gebenden“ von großer Bedeutung. Nur so können wichtige Informationen innerhalb eines Unternehmens weitergegeben werden. Es ist somit wichtig, dass Führungskräfte die Persönlichkeit ihrer Mitarbeiter immer im Auge haben, so dass auch die Persönlichkeit eines „Nehmenden“ dazu angehalten wird, wichtige Informationen an alle weiter zu geben, für die diese von Bedeutung sein könnten. Nur so wird es möglich, dass Projekte optimal realisiert werden.

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