Archiv für Juli 2009

Das erfolgreiche Projektmeeting

Dienstag, 28. Juli 2009

Projekte sind wie Rafting: Unberechenbar und allzu häufig folgt der Sprung in das kalte Wasser. So verwundert es nicht, dass Projektmeetings in denen eigentlich Statis geklärt oder Problemlösungen gefunden werden sollen, zeitlich und inhaltlich viel zu oft aus dem Ruder laufen. Doch wie kann der Projektleiter das Ruder fest im Griff halten, um durch das “Wildwasser Projektmeetings” sicher ans Ziel zu kommen?

In diesem Zusammenhang bin ich kürzlich auf einen äußerst interessanten Bericht gestoßen, indem „Business Week“ über die Voraussetzungen erfolgreicher Meetings berichtet. Die Mehrzahl von Besprechungen ist laut dem Bericht unstrukturiert, nicht gerade inspirierend und unproduktiv.

Marissa Mayer leitet bei Google das Produktmanagement für die Suchprodukte und hat pro Woche im Schnitt 70 Meetings. Da wird keine Zeit verschwendet – selbst 5-minütige Zusammenkünfte müssen eine konkrete Agenda vorweisen. Um die Zeit im Blick zu halten wird auch schon mal eine 1,5 Meter hohe Stoppuhr an die Wand gebeamt, um den Druck für die Teilnehmer ein wenig zu erhöhen. Dies hat zur Folge, dass die Mitarbeiter bestrebter und schneller zum Ziel kommen.

To add a little pressure to keep meetings focused, Google gatherings often feature a giant timer on the wall, counting down the minutes left for a particular meeting or topic. It’s literally a downloadable timer that runs off a computer and is projected 4 feet tall.

Als im Interview mit der Business Week der Countdown endete, verstand es Mayer humorvoll dies als sanften Wink zu verkaufen anstatt das Interview abrupt zu beenden.

Folgend haben wir für Sie noch einige aus unserer Sicht wichtige Punkte zusammengetragen.

Die Vorbereitung

Der Projektleiter sollte sich vor jedem Meeting Punkte überlegen, die er erreichen will! Eine Agenda zu erstellen ist eine wichtige Vorbereitung um einen genauen Ablauf zu haben. Mit diesem Zeitplan weiß jeder Teilnehmer, um was es geht und wie viel Zeit dafür investiert werden muss. Jedes Meeting sollte einen Protokollführer haben. Bestimmen Sie diesen bereits im Vorfeld oder generell in einem rollierenden Verfahren.

Die Eröffnung

Laut Umfragen kann sich jeder Teilnehmer an die Eröffnung noch am Besten erinnern. Deshalb ist es besonders wichtig, pünktlich und mit einer Interesse weckenden Einleitung in das Meeting einzusteigen. Eine kurze Zusammenfassung über die Ziele und Punkte, die heute besprochen werden oder ein Blick in die Zukunft, reichen völlig aus.

Der Leiter hat die volle Kontrolle

  • Der zuvor erstellte Zeitplan, muss stets befolgt werden, um die festgelegte Zeit einzuhalten.
  • Sie dürfen nicht an einer Frage hängenbleiben. Wenn Sie merken, dass ein Problem sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, dann notieren Sie dies bspw. auf ein Whiteboard und besprechen das Problem am Ende des Meetings mit den Betroffenen separat.
  • Der Protokollführer hält direkt und für jeden sichtbar Ergebnisse und konkrete Aufgaben (was, wer, bis wann) fest.
  • Achten Sie darauf, dass nicht nur eine Person zum Zuge kommt, sondern jede das Recht hat etwas mitteilen zu dürfen.
  • Stehen oder sitzen Sie als Meeting-Leiter an einem Ort, an dem Sie jeder im Blickfeld hat.
  • Pausen in längeren Meetings sind durchaus wichtig. Bauen Sie in Ihrem zuvor angefertigten Zeitplan Pausen ein, die fest eingehalten werden. Die gemeinsame Kaffeepause lockert die Stimmung und fördert die Kommunikation.
  • Meetings mit viel Abwechslung sind spannender und erfolgreicher. Beispielsweise könnten Sie trockene Zahlen doch auch mal als schön aufbereitete Grafik präsentieren oder mögliche Lösungen für eine Problemstellung per Moderationskärtchen, statt in einer lebhaften Diskussion, abzufragen.

Klare Regeln aufstellen

Was leider allzu häufig ein großes Problem darstellt, ist, dass viele Teilnehmer sich während eines Meetings anderweitig beschäftigen. Das kann SMS schreiben, chatten oder das Abrufen von E-Mails sein. Um dies oder andere störende Faktoren zu vermeiden, stellen Sie klare Regeln auf, die beispielsweise Handys und Laptops, die nicht im Meeting benötigt werden, verbieten. Dadurch steigert sich die Aufmerksamkeit und das Team arbeitet zielorientierter.

Wenn das Meeting außer Kontrolle gerät

  • Erheben Sie dezent Ihre Stimme und greifen Sie ein, wenn Leute zu lange reden.
  • Bleiben Sie gelassen und handeln mit Bedacht.
  • Sie sind der Projektleiter und dafür verantwortlich, dass das Meeting ein Erfolg wird.

Ein guter Schluss…

Genauso wie die Eröffnung, ist der Schluss ebenso wichtig. Am Ende der Besprechung sollte der Leiter die besprochenen Themen nochmals kurz zusammenfassen, nennen was erreicht wurde und was in der Zukunft noch erreicht werden soll.

Bedenken Sie jedoch, dass jede Organisation und jedes Team anders tickt. Nicht überall führen die selben Maßnahmen zum Erfolg. Seien Sie deshalb einfach mal experimentierfreudig und probieren Sie das eine oder andere aus. Die besten Rezepte entstehen durch Mut zur kreativen Verwendung der unterschiedlichsten Zutaten.

Verraten Sie uns doch Ihr Geheimrezept für gute Projektbesprechungen! Hinterlassen Sie uns einen Kommentar oder schreiben Sie uns eine Nachricht.

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Serie “PM Excellence” – Folge 2

Freitag, 24. Juli 2009

Schon wieder ende Juli – die Zeit vergeht wie im Flug und der Sommer fühlt sich auch schon an wie der Herbst.

Doch wir wollen unseren Kopf nicht hängen lassen. Die Wetteraussichten für das Wochenende sehen nicht schlecht aus. Und wir stellen Ihnen heute die Folge 2 unserer Serie “PM Excellence” vor. Dieses mal geht es bei dem Auszug aus dem Buch “Projektmanager´s Moments of Excellence” von Dieter Hirsch um das Thema Delegieren im Projektmanagement. Und das sollte ein Projektmanager gut beherrschen.

Hier nun “PM Excellence” – Folge 2

Delegieren im Projektmanagement

“Autorität lässt sich delegieren, Verantwortung nicht.”
Unbekannte Quelle

Quelle: PROJEKTMANAGER’S “MOMENTS OF EXCELLENCE”, GPM-Publikation, S.101.
Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Cartoon von Erik Liebermann

Hier der Link zur Folge 1 von “PM Excellence”. Die nächste Folge dürfen Sie gespannt ende August hier erwarten. Man kann das Buch natürlich auch bestellen.

Delegieren Sie mehr oder werden Sie mehr delegiert?

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6 Tipps zur optimalen Projektkontrolle

Montag, 13. Juli 2009

Auf QM-WEB, dem Treffpunkt für Qualitätsverantwortliche, bin ich auf einen interessanten Artikel zum Thema Projektkontrolle gestossen.

Ohne Kontrolle lässt sich ein Projekt nicht steuern. Aber mit einer übertriebenen oder falsch verstandenen Projektkontrolle können Sie Ihr Projekt belasten und wertvolle Ressourcen verschwenden. Deshalb sollten Sie den Projektfortschritt nicht einfach nur messen, Abweichungen von den Zielen nicht nur an den Auftraggeber melden oder die Projektkontrolle als notwendiges Übel verstehen. Bei guten Projekten geht es nicht nur um die Ziele des Projektes, sondern auch um die richtigen Ziele für die Projektkontrolle.

Aus dem Artikel möchte ich folgend 6 Tipps nochmals kurz zusammengefasst in eigenen Worten wiedergeben

Berichte über Berichte (Quelle: flickr.com)

Berichte über Berichte (Quelle: flickr.com)

  • Projektberichte alleine sind noch keine Projektkontrolle
    Viel wichtiger als die Berichte ansich, sind die Aussagen und Bewertungen die sich daraus ableiten lassen.
  • Zeitfresser eleminieren
    Oftmals sind gerade die vielen Berichte verantwortlich für die verlorene Zeit. Haben Sie auch mal den Mut, einen Bericht zu steichen, der einen fraglichen Mehrwert bietet.
  • Nicht nur messen – auch vergleichen
    Reines Zahlenmaterial bringt nicht viel. Nur Vergleichswerte können Ihnen wichtige Anhaltspunkte liefern.
  • Erfahrungswerte nutzen
    Grundlage für Benchmarks sollten Branchenerfahrungen, Ergebnisse aus Marktforschungen / Studien oder Erfahrungen aus eigenen Projekten bzw. dem eigenen Unternehmen sein
  • Probleme nicht verschweigen
    Nicht das Projektteam soll kontrolliert werden, sondern der Projektfortschritt. Bei Problemen kommunizieren Sie zuerst mit Ihrem Team, bevor Sie auf den Kunden zugehen. Manche Unstimmigkeiten können auch intern gelöst werden.
  • Verantworten Sie Fehler
    Nicht erst delegieren, wenn es um die Schuldfrage geht. Als Projektleiter verantworten Sie das Budget, die Ressourcen und die Qualität. Wer das Ruder in der Hand hält trägt auch die Verantwortung für den Kurs.
  • Feedback verlangen und geben
    Feedback ist eines der wichtigsten Instrumente bei der Projektkontrolle. Ohne Feedback ist keine sinnvolle Steuerung möglich. Geben Sie positives und konstruktives Feedback weiter – verlangen Sie jedoch auch regelmäßig Rückkopplungen vom Team und vom Auftraggeber.

Lesen Sie den vollstängien Artikel auf QM-WEB: “Damit die Projektkontrolle nicht zum Selbstzweck wird“.

Was sind Ihre guten oder auch schlechten Erfahrungen im Bereich der Projektkontrolle?

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A-Plan in der Blogosphäre

Montag, 6. Juli 2009
Blogosphäre (Quelle flickr.com)

Blogosphäre (Quelle flickr.com)

Seit wir unseren Corporate Blog “Green Light” gestartet haben, schauen wir uns auch gerne mal um, was in der Blogsphäre über unser Projektmanagement Software A-Plan berichtet wird.

Dabei bin ich kürzlich über einen Artikel zum Thema MS Project gestolpert, von Brad Crandall aus USA, Kalifornien. Das unsere Lösung auch über den großen Teich hinaus bekannt ist, freut uns sehr. Denn obwohl bisher noch keine speziellen Marketingmaßnahmen für ausländische Märkte durchgeführt wurden, nimmt die Anzahl der Nutzer im Ausland stetig zu.

Im Blog von Brad Crandall wird A-Plan erwähnt als gute und günstige Alternative zu MS Project (Server). Der Beitrag ist leider schon etwas älter und seine Aussage bezieht sich noch auf eine Vorgängerversion. Doch es freut uns, aus der Feder eines mutmaßlichen MS Project Fans diese Worte zu lesen.

Brad Crandall schreibt in seinem Blog:

[...] Although MS Project is very good software, there are alternatives to those that cannot afford the cost or wish to utilize software from a manufacturer other than Microsoft. One instance can be found in a German company called BRainTool Software GmbH. This company has recently created an updated version of its A-Plan 2004 now available in an English version. This software does many of the same features as MS Project and could possibly be better for some users. [...]

Aktuell ist unser Entwicklerteam übrigens schon wieder in den Startlöchern für die Folgeversion von A-Plan 2009. Über den Arbeitstitel wird noch heiß diskutiert. 2011? MMXI? V11? Hierbei geht es vor allem um Änderungen an der Oberfläche (u.a. Stichwort Ribbon-Menü), weitere Usability-Optimierungen und kleinere Erweiterungen aufgrund Ihres Feedbacks, der uns täglich über unseren Service-Bereich erreicht. Sicherlich werden wir hier in Kürze auch mal über das eine oder andere Detail berichten.

Schreiben Sie uns doch mal über Ihre Erfahrungen mit A-Plan. Was gefällt Ihnen besonders gut? Was können wir noch besser machen? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar, schreiben Sie in unser Forum oder ganz einfach eine E-Mail.

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Übersicht Projektzeiten

Freitag, 3. Juli 2009

So sollte Ihre Zeiteinteilung im Projekt nicht aussehen ;-)

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