Artikel-Schlagworte: „Projekterfahrung“

5 Tipps zum Umgang mit ausufernden Projekten

Dienstag, 2. März 2010

Heutzutage werden Projektaufträge mehr denn je auf Grundlage eines Preiskampfes vergeben: Der billigste Anbieter bekommt den Zuschlag. Die Folge sind extrem knapp kalkulierte Budgets und Abgabetermine. Selbstverständlich erwartet Ihr Kunde nichtsdestotrotz das Maximum an Qualität.

Das magische Dreieck aus Budget, Termin und Qualität ist unter diesen Vorraussetzungen jedoch äußerst fragil.
Sei es durch Eigenverschulden wie Fehlkalkulationen seitens des Vertriebs oder durch Vertragsbrüche externer Dienstleister: Selten gelingt eine Projektrealisierung ohne Probleme. Eine Prioritätenverschiebung wird unumgänglich. Diese ist jedoch nicht möglich, ohne einen Ihrer Stakeholder zu verärgern.

5 Tipps zum Umgang mit ausufernden Projekten

Entscheiden Sie sich zugunsten des Termins und der Qualität, so wird dies mit Sicherheit das Budget sprengen. Damit kommen Sie zwar den Wünschen des Auftraggebers nach, die Geschäftsführung wird über derartige Maßnahmen allerdings alles andere als erfreut sein. Bei der Entscheidung für die Einhaltung des Budgets dagegen wird entweder die Qualität leiden oder der Abgabetermin muss verschoben werden. Dies wiederum ruft Ihren Auftraggeber auf den Plan, der Ihnen möglicherweise das Projekt entzieht. Eine klassische Patt-Situation, für die es leider keine Pauschallösung gibt. Wer jedoch ein paar Regeln beachtet, kann zumindest relativ unbeschadet aus dieser Situation hervorgehen:

  1. Zögern Sie Entscheidungen nicht hinaus. Je länger Sie mit einem Entschluss warten, desto schwieriger wird es, eine geeignete Lösung zu finden.
  2. Seien Sie ehrlich, sowohl gegenüber Ihrem Auftraggeber als auch gegenüber der Geschäftsführung. Probleme bleiben nicht lange unerkannt, beweisen Sie jedoch Initiative und unterbreiten Lösungsvorschläge, so riskieren Sie zumindest keinen Vertrauensverlust.
  3. Binden Sie Ihren Auftraggeber und die Geschäftsführung aktiv in Entscheidungen ein. Am besten entwerfen Sie zu diesem Zweck gemeinsam mit Ihrem Team verschiedene Szenarien. Wie hoch wären die zusätzlichen Kosten bei Einhaltung der Kundenwünsche? Welche Vertragsstrafen könnten bei Nichteinhaltung drohen? Welcher alternative Termin könnte eingehalten werden? Spielen Sie alle Möglichkeiten durch und beharren Sie auf konkrete Aussagen seitens des Kunden und des Managements.
  4. Um Ihr ehrliches Interesse an einer allseits zufriedenstellenden Lösung zu untermauern, kann es hilfreich sein, einen Experten hinzuzuziehen. Wenn Ihr Auftraggeber sieht, wie sehr Sie sich um seine Belange bemühen, ist er wesentlich schneller bereit, weiterhin mit Ihnen zusammenzuarbeiten.
  5. Analysieren Sie die Unternehmenssituation. Unzufriedene Kunden sind aus Marketingsicht und im Sinne einer nachhaltigen Planung Gift für ein Unternehmen. Referenzprojekte und Aufträge für wichtige Stammkunden sollten daher zugunsten der Kundenzufriedenheit realisiert werden – auch wenn dies eine Budgetüberschreitung bzw. kostenlose Mehrarbeit seitens des Unternehmens bedeutet. Sind Sie jedoch auf einen kurzfristigen finanziellen Erfolg angewiesen, so kann Ihr Ziel oftmals nur maximale Funktionstüchtigkeit bei Budgeteinhaltung lauten.
Bookmark and Share

Das A-Team: Mission A-Plan Possible

Freitag, 5. Februar 2010

Es ist schon einige Wochen her, als wir vom A-Team aus Nürnberg einberufen worden sind. Doch dieses A-Team hatte nichts mit den Figuren der erfolgreichen amerikanischen Fernsehserie aus den 80er zu tun. Hinter dem A-Team aus Nürnberg stecken drei entschlossene und sympathische Damen der Spielwarenmesse eG mit einer ganz speziellen Mission: A-Plan Possible!

Nürnberger Spielwarenmesse

Nachdem unsere Projektmanagement Software schon einige Zeit in verschiedenen Bereichen im Einsatz war, wurde festgestellt, dass zum Teil der nötige Enthusiasmus bei der Projektplanung abhanden gekommen war. Lag es an den Prozessen oder werden Funktionen beim Projektmanagement Werkzeug vermisst?

Dies war die Geburtsstunde des A-Teams, angelehnt an unseren Produktnamen A-Plan, mit dem Auftrag, die Akzeptanz bei der Projektplanung innerhalb des Unternehmens zu erhöhen und eine bessere Eingliederung des Planungswerkzeuges in den Arbeitsalltag zu ermöglichen.

Nach unserem Treffen in Nürnberg stand fest, dass die vom A-Team gesammelten Anforderungen größtenteils mit dem Standardumfang von A-Plan 2009 abgedeckt werden können. Nur in einem Punkt wurde eine kleine Anpassung an unserer PM Software vorgenommen.

Insgesamt hat das A-Team innerhalb von zwei Monaten, übrigens neben dem Tagesgeschäft, einiges bewegt sowie die zentrale und einheitliche Nutzung von A-Plan wieder erfolgreich ermöglicht.

Wie ist das A-Team vorgegangen?

  • Analyse des Status Quo durch das A-Team sowie die Erarbeitung der Lösungsansätze/Verbesserungsvorschläge
  • Brainstorming mit braintool software und Prüfung der Umsetzbarkeit der entwickelten Lösungen
  • Abfrage der Projekte (und ihrer Gliederung) sowie Zuständigkeiten in persönlichen Gesprächen mit jedem einzelnen Kollegen
  • Umstrukturierung der A-Plan Gliederung durch das A-Team
  • Abstimmung und Vorstellung des neuen Tool mit den Führungskräften
  • Informationsveranstaltung für alle Mitarbeiter in Gruppen (nach Abteilungen)
  • Einzelschulungen am Arbeitsplatz
  • Entwicklung eines Leitfadens zur Integration von A-Plan
  • Bennennung von persönlichen Ansprechpartnern (1x pro Abteilung) für Problemfälle/Fragen

Das Fazit des A-Teams: Durch die intensive Einbeziehung aller Kollegen und der zentralen (Ruf-)Bereitschaft des A-Teams wurde die Akzeptanz bei der Projektplanung deutlich erhöht und das Projektmanagement Werkzeug in den Arbeitalltag noch besser integriert.

Hierdurch zeigt sich sehr schön, dass bei jedem Einsatz von Software, ob bei der Projektplanung oder in anderen Bereichen, vor allem die Menschen, die damit arbeiten, abgeholt werden müssen. Auch die Prozesse im Zusammenhang mit einer Lösung müssen klar definiert und im Zweifel von einer Person oder einem Team geklärt werden können. Nur so kann man das erreichen, was man mit dem Einsatz einer Softwarelösung eigentlich bezweckt: Mehr Transparenz sowie eine bessere und schnellere Informationsbeschaffung.

Haben Sie auch ein A-Team in Ihrem Hause?

Nürnberger Spielwarenmesse 2010

Bookmark and Share

Kleine Meeting-Typologie

Montag, 1. Februar 2010

Projektmeetings dienen der Strategieentwicklung, Standortbestimmung, Mitarbeitermotivation und Aufgabenplanung. Ein Projekt ohne regelmäßige Meetings? Undenkbar! Leider fallen viele Projekt-Besprechungen nicht ganz so effizient aus, wie sie theoretisch sollten. Denn nicht jeder Mensch ist ein geborener Meeting-Motor.

Auf karrierebibel.de bin ich kürzlich über eine aufschlussreiche Besprechungs-Typologie gestolpert: Beisitzer – diese 8 Typen treffen Sie in jedem Meeting. Mein persönlicher „Favorit“: Der Smartphonist. Nichts ist nerviger und demotivierender als ein Team-Mitglied, das seine Langeweile durch anderweitige Beschäftigungen demonstriert. Ebenfalls weit verbreitet und nicht weniger bremsend: Der Verspätete. Bei ihm hilft nur kompromisslose Konsequenz. Die Meetings müssen ohne ihn beginnen; bei Wiederholungstätern sollten Disziplinarmaßnahmen wie kleinere Geldstrafen ergriffen werden.

Wertvolle Tipps zum Umgang mit den gängigsten Besprechungs-Charakteren gibt Andreas Heilwagen in seinem Artikel „Wie Sie Höllenmeetings auf Kurs bringen“. Einige davon kennen Sie vielleicht schon aus unserem Blog-Beitrag „Das erfolgreiche Projektmeeting“. Allerdings beziehen sich beide Artikel auf allgemeine Besprechungen.

Meeting-Methoden im PMInterne Morgen-Meetings

Für das allseits beliebte interne Morgen-Meeting möchte ich noch auf eine weitere Meeting-Art aus dem Scrum-Umfeld, oftmals bei agiler Softwareentwicklung anzutreffen, aufmerksam machen: Das Daily Scrum Meeting. Allein schon die Kürze von lediglich 15 Minuten lässt Meeting-Muffeln keine Zeit für bremsende Eskapaden. Weitere Merkmale des Daily Scrum Meetings sind:

  • Das Meeting wird im Stehen – am besten in einem Kreis – geführt.
  • Die Team-Mitglieder berichten einander der Reihe nach und mit festgesetzten Redezeiten, was sie seit dem letzten Meeting erreicht haben, was sie bis zum nächsten Meeting erreichen wollen und auf welche Probleme sie dabei gestossen sind.
  • Es wird ein Moderator (in Scrum-Teams als ScrumMaster bezeichnet) ernannt, der sich die Probleme notiert und wenn nötig vermittelnd eingreift.

Wird das Daily-Scrum-Meeting richtig durchgeführt, ist den „Beisitzern“ im wahrsten Sinne des Wortes der Boden entzogen. Übrigens ist das Daily Scrum Meeting bis auf seine oben genannten Kernmerkmale durchaus nicht so starr, wie man meinen könnte: Viele Projekt-Teams entwickeln eigene Variationen. Ein paar davon finden Sie z. B. in Robert Wiechmanns Projekt-Log.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Meetings im Projektmanagement gemacht? Gehen Sie Meetings methodisch an oder lassen Sie ihnen ihre Eigendynamik? Sind Sie schon auf ein paar der genannten „Beisitzer“ getroffen oder haben Sie gar einen weiteren Typus ausgemacht?

Bookmark and Share

Webcast Abenteuer Projekte

Samstag, 16. Januar 2010

Kürzlich bin ich auf eine interessenante Podcast-Reihe “Abenteuer Projekte” aufmerksam geworden. Für alle, die mit dem Begriff Podcast nichts anfangen können, möchte ich den Vergleich mit einer Radiosendung heranziehen, die man sich unabhängig von Sendezeiten anhören kann. Podcasts sind also eine gute Gelegenheit Wissen oder sonstige Inhalte als Hörbuch zu konsumieren. Deshalb eignet sich dieses Format auch bestens für unterwegs, beispielsweise bei einer Zugreise oder Autofahrt.

Hörbuch für Projektmanager

Hörbuch für Projektmanager

Mario Neumann, der Autor der Podcast-Reihe “Abenteuer Projekte”, veröffentlich regelmässig spannende Hörgeschichten für Projektmanager. Er hat 10 Jahre für einen weltweiten Konzern als Projektleiter die Verantwortung in einer Vielzahl von Projekten getragen. Seit 2002 arbeitet er als Trainer im Bereich Projektmanagement. Seine Berufung ist es, Projektleiter zur Fähigkeit zu verhelfen, den Umgang mit anderen Menschen im Projekt professionell und erfolgreich zu gestalten. Er perfektionierte in seinen intensiven Trainings die Kunst, wichtige Projekt- und Führungsaufgaben situativ und tiefgründig zu behandeln.

Abenteuer Projekte von Mario Neumann„Situatives Projektmanagement“ heißt sein Trainingskonzept, mit dem er 2008 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat. Die besten Erfolge erzielt der freiberufliche Trainer und Coach durch seine modularen, situativen Konzepte, in der sich Seminare und Begleitung durch direktes Coaching abwechseln. Heute ist Mario Neumann ein Experte zum Thema Führung in Projekten und Teams, Gastdozent an verschiedenen Instituten, ein gefragter Referent und Autor. Seine Fähigkeit andere zu bewegen und zu inspirieren sucht seines Gleichen. Er redet Klartext, bleibt dabei stets humorvoll und bringt die Dinge präzise auf den Punkt.

Ab heute werden wir Sie regelmässig auf die abwechslungsreichen und interessanten Hörbuchfolgen von Mario Neumann aufmerksam machen.

Aller Anfang ist schwer

Was Projekte so stressig macht, sind die vielen Kurskorrekturen mitten im Projekt. Verantwortlich dafür ist vor allem der Auftraggeber, der scheinbar nicht weiß, was er eigentlich will:

  • Alle paar Wochen erklärt er Ihnen, dass er sich das alles ganz anders vorgestellt hat … Super! … Aber warum sagt er das erst jetzt … nachdem wir wochenlang in die falsche Richtung gelaufen sind?
  • Oder aber, Sie kommen selbst drauf: So wie der sich das vorstellt, kann das gar nicht funktionieren … und fangen am besten nochmal von vorne an … Und dann meist so, wie Sie sich das von Anfang an vorgestellt haben … Fragt sich nur, warum Sie es nicht gleich so gemacht haben?
  • Am schlimmsten aber ist, wenn Sie alles genau so gemacht haben, wie es der Auftraggeber wollte, und er dann beim Betrachten der Zwischenergebnisse feststellt: „Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes haben …“
  • Fast schon normal ist, dass dem Auftraggeber immer neue Dinge einfallen, die er gerne auch noch haben möchte … Ständig diese Extrawürste! Kann er denn nicht gleich sagen, was er haben will?

„Aller Anfang ist schwer“ – kann man da nur sagen. Und so heißt auch die 1. Folge von Abenteuer Projekte.

Podcast anhören: Aller Anfang ist schwer

Bookmark and Share

Webinar: “30-Minuten-Projektplan”

Donnerstag, 26. November 2009

Wir haben heute unser erstes Webinar zum Thema “Der 30-Minuten-Projektplan” inklusive Live-Demo unserer Projektmanagement Software durchgeführt. Hiermit möchten wir uns nochmals für die aktive Teilnahme und Aufmerksamkeit bei den Teilnehmern bedanken.

Inspiriation zum diesmaligen Thema lieferte der gleichnamige Blog-Artikel von Stefan Hagen der hierzu auch eine Mindmap veröffentlicht hat.

Passend zum Thema Projektplan in 30 Minuten, haben wir zwei kleine Umfragen unter den Teilnehmern durchgeführt. Wir möchten wissen, wie Sie an neue Projekte ran gehen? Haben Sie oder Ihr Unternehmen eine Checkliste bzw. Best Practice oder machen Sie das aus dem Kopf? Setzen Sie in Ihrem Hause Projektstandards ein?

Gerne können nun auch Sie abstimmen – denn das Webinar war nur der Startschuss für die Umfragen, bei denen man noch bis ende März teilnehmen kann.

Umfrage 1


Umfrage 2


Bookmark and Share