Artikel-Schlagworte: „Projekterfolg“

Das A-Team: Mission A-Plan Possible

Freitag, 5. Februar 2010

Es ist schon einige Wochen her, als wir vom A-Team aus Nürnberg einberufen worden sind. Doch dieses A-Team hatte nichts mit den Figuren der erfolgreichen amerikanischen Fernsehserie aus den 80er zu tun. Hinter dem A-Team aus Nürnberg stecken drei entschlossene und sympathische Damen der Spielwarenmesse eG mit einer ganz speziellen Mission: A-Plan Possible!

Nürnberger Spielwarenmesse

Nachdem unsere Projektmanagement Software schon einige Zeit in verschiedenen Bereichen im Einsatz war, wurde festgestellt, dass zum Teil der nötige Enthusiasmus bei der Projektplanung abhanden gekommen war. Lag es an den Prozessen oder werden Funktionen beim Projektmanagement Werkzeug vermisst?

Dies war die Geburtsstunde des A-Teams, angelehnt an unseren Produktnamen A-Plan, mit dem Auftrag, die Akzeptanz bei der Projektplanung innerhalb des Unternehmens zu erhöhen und eine bessere Eingliederung des Planungswerkzeuges in den Arbeitsalltag zu ermöglichen.

Nach unserem Treffen in Nürnberg stand fest, dass die vom A-Team gesammelten Anforderungen größtenteils mit dem Standardumfang von A-Plan 2009 abgedeckt werden können. Nur in einem Punkt wurde eine kleine Anpassung an unserer PM Software vorgenommen.

Insgesamt hat das A-Team innerhalb von zwei Monaten, übrigens neben dem Tagesgeschäft, einiges bewegt sowie die zentrale und einheitliche Nutzung von A-Plan wieder erfolgreich ermöglicht.

Wie ist das A-Team vorgegangen?

  • Analyse des Status Quo durch das A-Team sowie die Erarbeitung der Lösungsansätze/Verbesserungsvorschläge
  • Brainstorming mit braintool software und Prüfung der Umsetzbarkeit der entwickelten Lösungen
  • Abfrage der Projekte (und ihrer Gliederung) sowie Zuständigkeiten in persönlichen Gesprächen mit jedem einzelnen Kollegen
  • Umstrukturierung der A-Plan Gliederung durch das A-Team
  • Abstimmung und Vorstellung des neuen Tool mit den Führungskräften
  • Informationsveranstaltung für alle Mitarbeiter in Gruppen (nach Abteilungen)
  • Einzelschulungen am Arbeitsplatz
  • Entwicklung eines Leitfadens zur Integration von A-Plan
  • Bennennung von persönlichen Ansprechpartnern (1x pro Abteilung) für Problemfälle/Fragen

Das Fazit des A-Teams: Durch die intensive Einbeziehung aller Kollegen und der zentralen (Ruf-)Bereitschaft des A-Teams wurde die Akzeptanz bei der Projektplanung deutlich erhöht und das Projektmanagement Werkzeug in den Arbeitalltag noch besser integriert.

Hierdurch zeigt sich sehr schön, dass bei jedem Einsatz von Software, ob bei der Projektplanung oder in anderen Bereichen, vor allem die Menschen, die damit arbeiten, abgeholt werden müssen. Auch die Prozesse im Zusammenhang mit einer Lösung müssen klar definiert und im Zweifel von einer Person oder einem Team geklärt werden können. Nur so kann man das erreichen, was man mit dem Einsatz einer Softwarelösung eigentlich bezweckt: Mehr Transparenz sowie eine bessere und schnellere Informationsbeschaffung.

Haben Sie auch ein A-Team in Ihrem Hause?

Nürnberger Spielwarenmesse 2010

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Aktion Projektmanagement Software 2010

Montag, 4. Januar 2010

Neues Logo für A-Plan 2010

Wir wünschen allen unseren Kunden, Partnern und Freunden ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Die in Kürze erscheinende neue Version A-Plan 2010 ist schon für sich genommen ein Grund zur Freude für alle Beteiligten. Das komplett überarbeitete Planungswerkzeug schlägt ein ganz neues Kapitel in der Projektplanung auf und steht für eine Vielzahl von Detail-Verbesserungen und einem ganz neuen Look & Feel.

Doch damit nicht genug: Wir möchten unsere Freude zum Start des neuen Jahrzehnts auch mit der Rabattaktion “Zwanzig-Zehn” für unsere Kunden zum Ausdruck bringen.

Das Jahr 2010 beginnt also mit einem Fest für alle Projektmanager.

Aktion Projektmanagement Software 2010 im Überblick:

  • 20 % Rabatt auf alle Bestellungen im Januar 2010
  • 10 % Rabatt auf alle Bestellungen im Februar 2010
  • Besteller der Version 2009 ab dem 1.12.2009 erhalten das Update auf 2010 kostenlos (ebenso alle Kunden mit einem Servicepaket).

A-Plan 2010 - ein Fest für Projektmanager

Voraussichtlich am 01.03.2010 werden wir unsere neue Version A-Plan 2010 offiziell freigeben. Eine Vorab-Version (Preview) steht ab sofort zum Download zur Verfügung. Das neue Release bietet jede Menge Verbesserungen, die das Projektmanager-Leben nochmals deutlich vereinfachen. Die Oberfläche von A-Plan wurde auf Basis neuester Erkenntnisse auf dem Gebiet der Benutzerfreundlichkeit vollständig überarbeitet und modernisiert. Herausgekommen ist ein Fest für Projektmanager: A-Plan 2010.

Wer sich jetzt für A-Plan entscheidet, erhält zunächst die Version 2009 und ab Verfügbarkeit kostenlos die Version 2010. Falls die Vorabversion von A-Plan 2010 installiert wurde, ist eine vollständige Neuinstallation der offiziellen Version nicht erforderlich, da die Vorabversion durch einen Patch auf die offizielle Version umgestellt werden kann. Erstellte Dateien können natürlich auch weiter verwendet werden.

Weitere Informationen: Änderungen rund um unsere neue Projektmanagement Software A-Plan 2010!

Uns interessiert Ihre Meinung: Wie gefällt Ihnen die neue PM Software A-Plan 2010? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

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Deutscher Projekt Excellence Award

Mittwoch, 4. November 2009

Von der GPM wird jährlich der Preis ´Deutscher Projekt Excellence Award´ (DPEA) ausgelobt. Der Bewerbungszyklus startet jetzt im November und endet im August 2010.

Beurteilungsbereiche für den Award sind

  • Projektmanagement: Wie verhält sich das Projekt? Wie wird es gemanagt?
  • Projektergebnisse: Was leistet das Projekt? Was kommt dabei heraus?

Der Award zeichnet herausragende Projekte aus – zuletzt im Rahmen des Projektmanagement-Forums im Oktober 2009 in Berlin. Gewinner des Deutschen PE Awards 2009 war die Flughafen München GmbH mit der Einführung eines gemeinsamen Projektmanagementverständnisses am Flughafen München (MAP – Munich Airport Project Management)

Zur Bewerbung zum Deutschen PE Award müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So müssen beispielsweise mindestens 3 Mitarbeiter das Projekt bearbeiten und drei voneinander unabhängige Organisationseinheiten beteiligt sein. Zur Unterstützung bei der Teilnahme bietet die GPM ein Bewerbertraining am 21. und 22.11.2009 in Frankfurt und / oder die Möglichkeit eines Bewerber-Coachings in der Zeit vom Dezember 2009 bis März 2010.

Weitere Informationen sind auf der GPM Webseite zu finden.

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GPM Round Table: Projektmanagement in Krisensituationen

Dienstag, 13. Oktober 2009

GPM Round Table

Der GPM Round Table der Region Suttgart ist eine Gruppe von erfahrenden Projektleitern, die sich zwei bis drei mal pro Jahr zu einem intensiven Erfahrungsaustausch treffen. Die Treffen finden, wenn möglich, immer bei unterschiedlichen Unternehmen statt, wodurch das Umfeld und der Blick hinter die Kulissen abwechslungsreich gestaltet wird.

Am 22. September haben wir den 18. GPM Round Table in unserem Hause ausrichten dürfen. Da wir als Projektmanagement Software-Firma keine Produktionsstätten oder hochautomatisierte Maschinen vorweisen können, haben sich die Teilnehmer mit einer Führung durch die Villa Amann, unserem Firmensitz, zufrieden geben müssen.

Doch die Abwechslung schien gut angekommen zu sein, wie Dieter Wiesner, der Organisator des Stuttgarter GPM Round Tables, in seiner Nachlese sehr nett beschrieb.

Traumhaft berührend war die Tour durch die Villa Amann. „Es gab noch keinen, der nicht begeistert eine Führung verließ“, sagte uns Herr Reichl in einer höchst bescheidenen Art … und diese Bemerkung verstanden wir sofort. Ich bedanke mich nochmals im Namen aller Round Tabler der GPM für die Einladung, die Bewirtung und die Führung durch das Haus.

Im Anschluss an die Führung folgten dann unter der Überschrift Projektmanagement in Krisensituationen drei Impulsvorträge und jede Menge Erfahrungsaustausch und interessante Diskussionen.

Risiko- und Sicherheitsmanagement

Der erste Vortrag von Herrn Schmidt gab uns einen interessanten Einblick in das Thema Risiko- und Sicherheitsmanagement in Großprojekten wie beispielsweise beim Bau eines Flughafens in Ägypten, bei der Errichtung von Anlagen wie dem CERN oder auch beim Bau von Kernkraftwerken. Wie kann man Risiken bei Projekten dieser Art, welche höchste Sicherheitsanforderungen haben, möglichst gering halten?

Sicherheitsingenieure bezeichnen mit Risiko das Produkt von Eintrittswahrscheinlichkeit und Ereignisschwere. Die Risiken müssen lückenlos erfasst und priorisiert abgearbeitet werden. Eine der größten Herausforderungen ist, die richtigen Personen für eine offene Kommunikation zu gewinnen. Denn Risiken und Probleme werden nicht einfach so mal ausgeplaudert. Es bedarf der richtigen Fragen und Geduld um den Moment zu erreichen, indem alle Risiken offen auf den Tisch kommen. Abschließend verriet uns Herr Schmidt noch zwei ganz wesentliche Aspekte beim Risikomanagement, die nicht übersehen werden dürfen. Nämlich das Risiko menschlicher Arroganz und Inkompetenz. ;-)

Krise als Chance verstehen

Als nächstes gab uns Matthias Lamparter von OSMO Membrane Systems einen interessanten Einblick wie sein Unternehmen die Krise als Chance verstand um sich neu aufzustellen. OSMO ist im Bereich der Membrantechnologie tätig und hat fast 25 Jahre Erfahrung in in diesem Bereich mit mehr als 700 gebauten Anlagen im In- und Ausland.

In den bisher eher breit gestreuten Geschäftsfeldern, erfolgte eine klare Priorisierung. Umstruktuierungsmaßnahmen im Projektmanagement, Vertrieb, Pilotierung und Service trugen zur Fokussierung in den Fachbereichen bei. Im Vertrieb wurde gegen den Trend ein neuer Mitarbeiter eingestellt, der sich ausschließlich auf den Automotive Sektor konzentriert. Ebenso wurden Neuinvestitionen in EDV und Software vorgenommen. Durch die vorgestellten Maßnahmen ist es OSMO gelungen, die fehlende Investitionsbereitschaft der Kunden durch erhöhte Dienstleistung weitestgehend zu kompensieren.

Innovationsprojekte

Der letzte Vortrag am diesem Nachmittag hielt Dieter Wiesner von Festo zum Thema Innovationsprojekte. Auf seine erste Frage, woran Projekte in der Krise scheitern waren Antworten schnell gefunden: Wechselnde Anforderungen, Anpassungen im Zusammenspiel, Veränderungen in der Umgebung, Ressourcensituation, Management, Politik, Konflikte, etc.

Was hat sich in den letzten Jahren verändert? Organisationen und Prozesse werden mehr und mehr komplex – eine Steigerung von kompliziert! Eine Uhr zu zerlegen und wieder zusammen zu bauen ist kompliziert, jedoch sind die Schritte bei gewissenhafter Arbeit nachzuvollziehen. Einen Gehirntumor nachhaltig zu entfernen ist ein sehr komplexes Vorhaben. Das bedeutet, komplizierte Dinge sind wohl schwer erfassbar und sehr schwierig, jedoch enthalten Sie keine hohe Dynamik. Komplexe Prozesse haben eine hohe Dynamik, bergen also viele Überraschungen, und sind daher schwerer planbar.

Wie kann man also mit einem komplexen Umfeld umgehen? Kurz zusammengefasst plädiert Herr Wiesner für mehr Agilität im Projektmanagement. Im Vordergrund steht der Mensch, die Kommunikation im Team und ein direkter Austausch mit dem Auftraggeber. Prinzipien anstatt starrer Regeln, gemeinsames Interesse anstatt klarer Verantwortungen und kleinere Dokumentation anstatt umfangreiche Lastenhefte. Durch diese Veränderungen werden auch ganz neue Anforderungen an den Projektmanager gestellt. Der Projektleiter von Heute ist ein Netzwerker, sorgt für ein motiviertes Team, kann sich und sein Team kontinuierlich an veränderte Situationen anpassen, lebt Vertrauen statt Kontrolle und kann mit Risiken und Überraschungen umgehen.

Projektmanagement durch Softskills, Vertrauen und Können

Alles in allem wurde uns wieder einmal klar, dass man sich auf die hohe Dynamik unserer Zeit lediglich einstellen, sie aber nicht aufhalten kann. Ein informelles Gespräch am Kaffeeautomaten kann mehr bewirken, als eine Aktivität, die in einem Projektplan steht. Wir fanden einen Konsens, dass das Thema Softskills, Vertrauen und Können derzeit einen besonderen Schwerpunkt in der Projektarbeit verdient hat. Darum nahmen wir gerne das Angebot von Herrn Mauersberger von BeOne Group an, beim nächsten Termin tiefer in die Theorie und auch die Praxis des gewaltfreien Konfliktmanagements einzutauchen.

Weitere Informationen zu GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.

Die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement ist mit über 5.300 Mitgliedern das größte Kompetenznetzwerk von Projektmanagement-Experten auf dem Europäischen Kontinent. Über den Dachverband IPMA (International Project Management Association) ist die GPM weltweit vernetzt.

Als gemeinnütziger Verein für alle Fragen des Projektmanagements bietet die GPM seit 30 Jahren umfangreiche Serviceleistungen für Mitglieder, Unternehmen, Ausbildungseinrichtungen, Politik und Verbände.

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Getting Things Done im Projektgeschäft

Montag, 21. September 2009

David Allens Selbstmanagement-Methode erleichtert die Projektarbeit

Artikel von Oliver Gassner

Wissens- und Projektarbeit heißt, eigene oder fremde Informationsströme zu er- und bearbeiten, Informationen auszuwerten und wiederzufinden. Und das alles möglichst rechtzeitig. Selbstmanagementlehren aus dem Zeitalter des Papierplaners, die mit Tages- und Wochenplänen arbeiten, scheitern an der im digitalen Alltag geforderten Flexibilität. David Allens Methode „GTD“ verspricht Hoffnung.

GTD für Projektmanager (Quelle anabubula.com)

Um es gleich vorauszuschicken: Egal, wie gut ein Selbstmanagementsystem ist, die Arbeit muss man immer noch selbst erledigen. Aber manchmal hilft es, zu wissen, was mit welcher Information zu geschehen hat und rechtzeitig das Richtige zu tun. Selbstmanagement reduziert Stress. Und das ist schon einmal eine Menge. Am Beginn von David Allens Buch „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ („Getting Things Done“, GTD) steht die Erkenntnis, dass die Tage immer kürzer sind, als die Menge an Aufgaben, die wir an ihnen erledigen wollen. Ein Telefonanruf, eine E-Mail oder ein in der Tür stehender Manager oder Kollege können den sorgfältig ausgetüftelten Tagesplan binnen Sekunden über den Haufen werfen.

Wahrscheinlich ist es genau diese Erkenntnis über den Alltag insbesondere der Wissens- und Projektarbeit, die GTD zum bevorzugten Selbstmanagementsystem vieler Projektmanager gemacht hat. David Allen, der sich seit über 20 Jahren mit Selbstmanagement beschäftigt, führt den Stress, den wir bei der Arbeit empfinden vor allem darauf zurück, dass uns ständig Dinge im Kopf herumgeistern, die wir zwar machen müssten, aber aus bestimmten Gründen jetzt und hier nicht erledigen können. Um diese Erkenntnis herum bastelt er sein Selbstmanagementsystem. Dieses besteht aus:

  • Erfassen
  • Durcharbeiten/Klären
  • Ordnen
  • Durchsehen
  • Erledigen

Bevor wir uns den Einzeldisziplinen widmen, schieben wir eine weitere Erkenntnis Allens ein: Nur wenn wir über die geeigneten Werkzeuge und Aufbewahrungssysteme verfügen und gleichzeitig elegante Verfahren kennen, die uns bei jedem Ding in unserem Kopf, unserer Mailbox oder auf unserem Schreibtisch sagen können, was damit wie zu geschehen hat, können wir effizient und stressfrei arbeiten.

GTD im Projektmanagement (Quelle anabubula.com)
Die sehr schematische Organisation von Arbeitsabläufen bei der GTD-Methode erleichtert das Jonglieren mit den täglichen Aufgaben.

Erfassung

Wir sind von „Zeug“ umgeben: Dingen, Ideen, Aufgaben, bei denen wir nicht wissen, was wir damit als nächstes tun sollen. Die gehören laut Allen raus aus dem Kopf, rein in ein „vertrauenswürdiges System“, das uns rechtzeitig daran erinnert, was zu tun ist.

Banal gesagt: Wir müssen Listen anfertigen. Nicht nur, wenn wir die Übersicht verloren haben oder einkaufen gehen oder vor der Fahrt in den Urlaub, sondern immer.

Auf die Listen gehört alles, was wir sonst im Kopf, auf Zetteln oder Ordnerstapeln aufbewahren würden, übersichtlich an einer Stelle. Davon ausgenommen sind Aufgaben, deren Erledigung nicht mehr als zwei Minuten kostet. Diese sind undelegierbar und werden sofort selbst erledigt, denn das Verwalten oder Delegieren würde länger dauern, als es gleich selbst zu machen.

Durcharbeiten / Klären

Wir haben E-Mail-Fächer, Eingangskörbe, Schreibtische, Anrufbeantworter, Notizbücher, Kalender, Festplatten und dunkle Ecken. Überall findet sich „Zeug“, hinter dem sich Aufgaben verbergen. Beim „Durcharbeiten“ werden diese E-Mail-Eingangsfächer systematisch geleert und für jedes „Zeug“ wird festgelegt:

  • ob etwas zu erledigen ist
  • wenn ja, wann
  • ob man es noch braucht
  • wo die Aufgabe zu erledigen ist
  • was genau der nächste Schritt (Next Action) ist

Die „nächste Handlung“ (Next Action) ist Kernpunkt von Allens System. Eines seiner Beispiele ist folgendes: Bei nicht wenigen von uns stehen Dinge auf der To-Do-Liste wie „Reifenwechsel“. Sinnvoller wäre es an dieser Stelle zu notieren, was konkret zu tun ist: „Werkstatt wegen Termin für Reifen anrufen“ klingt da schon besser. Eventuell sogar „Telefonnummer Werkstatt raussuchen“. Jede Aufgabenauflistung braucht eine Handlung, ein Verb, ein Tunwort, damit auch klar ist, was als nächstes ansteht, denn sonst passiert es nie.

Ordnen

Das „Ob“, „Wo“ und „Wann“ spielt die zentrale Rolle beim Ordnen der Aufgaben. Was noch gebraucht wird, aber jetzt keinerlei Reaktion erfordert, kommt ins „Archiv“. Was in die „Wiedervorlage“ muss oder demnächst zu geschehen hat, gehört auf eine Kontextliste. Denn wenn ich im Büro bin, nützt mir auf meiner Liste der Punkt „Garage aufräumen“ wenig. Beim Aufräumen meiner Garage bringt es wiederum nichts, wenn ich lese: „Chef wegen Gehaltserhöhung ansprechen“. Während das eine in den Kontext „zu Hause“ gehört, passt das andere wohl besser auf die Liste „Büro“
oder besser noch „Besprechung Chef“.

Durchsehen

Ein weiterer zentraler Punkt ist das Durchsehen aller Listen – auch solcher mit Aufgaben, die nicht aktuell anstehen. Das soll nach Allen wöchentlich – z. B. Freitags oder Sonntags – stattfinden. Erledigen Allen bietet einige Hilfestellungen für die Entscheidung, was zuerst zu tun ist. Er schlägt vor, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Kann ich das hier und jetzt tun?
  • Habe ich genug Zeit?
  • Habe ich genug Energie?
  • Ist dies die wichtigste der Aufgaben, für die ich Zeit und Energie habe?

GTD als Projektleiter einsetzen (Quelle anabubula.com)

GTD-Workflow künstlerisch wertvoll dargestellt.

Projekte

David Allens Definition eines Projekts dürfte jedem Projektmanager die Zehennägel hochrollen: „Ein Projekt ist jede Aufgabe, die zur Erreichung ihres Ziels mehr als einen Schritt benötigt.“ Peng. Und gleich noch einen hinterher: „Projekte kann man nicht erledigen, nur Aufgaben kann man erledigen.“ Dass Allen den Begriff des Projekts überhaupt einführt, hat einen gewichtigen Grund: Projektaufgaben, also solche, die zu anderen Aufgaben führen, müssen anders behandelt werden als einzelne Aufgaben. Projekte werden nämlich zusätzlich auf einer „Projektliste“ vermerkt, und die wird bei einer wöchentlichen Durchsicht konsultiert und daraufhin geprüft, ob auch jedes Projekt eine definierte „nächste Handlung“ hat. So fällt kein Projekt „durch die Ritzen“. Allen geht davon aus, dass jeder von uns einige Dutzend solcher Projekte hat.

So viele Listen

Wir führen also eine Liste pro Kontext, in der Regel mindestens für Zuhause, Büro, Besorgungen, eine für jeden Besprechungspartner, zusätzlich eine Projektliste und eine der „delegierten Aufgaben“, als letzte eine für Aufgaben, die „vielleicht irgendwann“ anzugehen sind. Auch sie werden wöchentlich durchgesehen, um sie präsent zu halten. Auf separaten Listen stehen eventuell noch Bücher, die man kaufen oder Filme, die man sehen möchte.

Archiv und Wiedervorlage

Als Archiv schlägt Allen – außer für Dinge wie Rechnungen und andere steuerrelevante Unterlagen, die separat abgelegt werden – eine durchlaufende Ablage von A-Z vor. Seit ich eine solche habe, sind alle Ablageaufgaben in der Tat binnen einer Minute pro Vorgang erledigt: Denn nur, wenn es fix geht, tut man es auch. Zum Managen der Wiedervorlage schlägt Allen 43 Ordner vor, in denen man „Briefe an sich selbst“ schreibt. Zwölf für die Monate, 31 für jeden Tag im Monat. Täglich kommt der Inhalt des „Tagesbriefs“ in die Inbox. Dabei ist die Idee, dass der komplette Inhalt einer Inbox jeden Tag durchgearbeitet – was eben nicht heißt: erledigt – wird.

Unternehmenskultur

Während GTD schon im Solo-Einsatz einen recht ordentlichen Produktivitätsgewinn und Ordnungsschub auslöst, preist David Allen auch den Einsatz in Unternehmen an. Dass alle delegierten Aufgaben im Blick bleiben, dass für alle Projekte „nächste Handlungen“ festgelegt sind und alle Teammitglieder ihre Aufgaben in „vertrauenswürdigen Systemen“ managen – diese Kombination aus sich synergetisch verstärkenden Praktiken erhöht bei allen im
Team die Verlässlichkeit und senkt das Stresslevel.

Werkzeuge

An sich braucht es nicht mehr als einen Kalender, Mappen für Projektunterlagen, ein A-Z-Archiv zur Wiedervorlage und viele, viele Listenblätter, um GTD zu praktizieren. Alles, was aus Papier ist, kann auch durch simple Textdateien und Ordner auf einer Festplatte oder einem USB-Stick ersetzt werden. Dennoch haben sich mannigfaltige  Verwaltungswerkzeuge herausgebildet: von Druckvorlagen für Kalendereinlagen oder Tippsammlungen, wie man sich etwa einen Planer nur aus einem Stapel Karteikarten und Binder-Clips bastelt, bis hin zu digitalen Lösungen, die sich zwischen JavaScript-Wikis in einer Datei und gehosteten Unternehmenslösungen aufspannen. Alle werben für sich mit der magischen Anziehungskraft von GTD. Man kann aber auch auf David Allens Webseite allerlei Büromaterialien für Fortgeschrittene oder Outlook-GTD-Plugins erstehen.

Beim Einarbeiten in GTD helfen nicht nur die Lektüre des Buchs „Getting Things Done“ – wer akzeptabel Englisch kann, sollte das Original lesen, statt sich mit der passagenweise rätselhaften deutschen Übersetzung „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ abzumühen – und seines Nachfolgerbuchs „Ready for Anything“, das mehr oder minder eine Sammlung von Newslettern ist. Inzwischen haben sich eine Reihe von Weblogs dem Thema GTD verschrieben.

Das Blog ImGriff.com widmet eine interessante Serie dem Thema. Mittlerweile kann man jedoch täglich in vielen Quellen nachlesen, welche Software man noch ausprobieren sollte oder welches Papierspielzeug man noch basteln könnte, anstatt zu arbeiten. Eine Ablenkung, die längst den Namen „Productivity Porn“ verpasst bekommen hat. Man tut allerdings besser daran, sich seine eigene GTD-Lösung zu basteln und die Produktivitätspornographie links liegen zu lassen. Oder zumindest auf die „vielleicht irgendwann“-Liste zu verbannen.

GTD-Effekte im Projekt (Quelle flickr.com)
Mögliche Effekte bei der Umsetzung von GTD.

Fazit

David Allen geht im Laufe des Buchs immer wieder darauf ein, dass man die Werkzeuge, mit denen man arbeitet, „mögen“ muss, um sie gern und konsequent einzusetzen. Nur, wenn das „verlässliche System“ konsequent und lückenlos ist, wird man es auch nutzen. Wenn nicht, schlagen die Wogen aus zu vielen Aufgaben und Stress schon bald wieder über dem Kopf zusammen. Obwohl GTD am besten wirkt, wenn man es möglichst umfassend einsetzt, lässt sich auch von kleinen Änderungen an Arbeitsabläufen profitieren – etwa, indem man beim Verfassen von Tasks gleich eine konkrete Handlungsanweisung notiert oder Aufgaben, die zwei Minuten oder weniger erfordern, sofort erledigt. Da GTD nicht nur eine Sammlung von Werkzeugen ist, sondern eher eine neue Denkweise oder, wie der englische Untertitel andeutet, eine Kunst, erlernt man es am besten, indem man sich die Techniken Stück für Stück aneignet. Wer das Buch später ein zweites Mal liest, sieht schnell, woran es noch hapert. Manchen hilft es, das Projekt „stressfreie Effizienz“ in der Gruppe anzugehen, andere kommen besser mit einem Kurs oder Coaching zurecht.

Oliver Gassner Über den Autor:
Oliver Gassner berät, konzipiert, schult, hält Vorträge und schreibt zu Themen rund um Weblogs, Wikis, das Social Web, Web3.D, Selbstmanagement und Kreativität. In seinem Blog finden sich auch Beiträge zu GTD und anderen Selbstmanagementthemen.
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