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Buchvorstellung: Das Ende des Projektmanagements

Management-Experte Ronald Hanisch ist sich sicher: das Projektmanagement wie es einst in Unternehmen ausgeübt wurde, gehört der Vergangenheit an. In seinem Buch „Das Ende des Projektmanagements – Wie die Digital Natives die Führung übernehmen und Unternehmen verändern“, geht er explizit auf diese Wandlung ein und wirft damit einen Blick auf das zukünftige Projektmanagement.

Das Projektmanagement geht neue Wege

Mit seinem Buch möchte Ronald Hanisch vor allem neue Wege schaffen, was die Kommunikation, den Ablauf und die Arbeitsschritte innerhalb des Projektmanagements
betrifft. Aus diesem Grund hat er Führungskräfte aus der Wirtschaft befragt, wo sie die Unterschiede zwischen dem Projektmanagement der „Digital Natives“ sowie der „Digital Immigrants“ sehen und beleuchtet im Buch daher auch das generationsübergreifende Projektmanagement. Dabei ist eines deutlich: Die Zeit hat sich gewandelt. Es ist wichtiger denn je, dass Projektmanager spontan handeln, dass sie zielorientiert kommunizieren und dass sie ihr Team letzten Endes auch anspornen und motivieren können. Das Ende des bisherigen Projektmanagements ebnet einen neuen Weg für Projektmanager. Die Devise lautet: Veränderungen zulassen und sich aus starren, veralteten Mustern befreien, um insgesamt erfolgreicher zu arbeiten.

Chaos regiert das neue Projektmanagement

Ronald Hanisch selber ist als Senior Projektmanager gefragt und hat bereits mit unterschiedlichen Generationen zusammen gearbeitet. Er weiß, dass eine solche Zusammenarbeit Umdenken erfordert, denn die neue Generation an Führungskräften kennt sich aus: Sie ist deutlich schneller, verfügt über ein großes Netzwerk und fühlt sich in der digitalen Welt zuhause. Dieser Wandel kann auch Chaos mit sich bringen: Die ständige Vernetzbarkeit führt zu Projektänderungen und auf diese schnellen Abweichungen muss der künftige Projektmanager eingehen können.

Mit der fehlenden Konstante umgehen

Die fehlende Konstante beschreibt den schnelllebigen Zustand im Projektmanagement, durch den sich ständigen Änderungen flexibel angepasst werden muss. Doch wie soll eine effektive und zugleich zielführende Bewältigung dieser Änderungs- und Anpassungsvorgänge aussehen? Ronald Hanisch erklärt in seinem Buch, wie mit der fehlenden Konstante umgegangen werden kann. Die Schlüsselwörter sind hierbei vor allem die Selbstführung und das Setzen neuer Impulse. Allerdings reicht das alleine nicht aus und so verweist der Autor auf Methoden, die in der Praxis bereits angewandt werden:

Bei der Piraten-Methode wählen die Mitarbeiter beispielsweise selber einen Chef, wobei der Mitarbeiter mit der höchsten Kompetenz hierfür ausgewählt wird.
Bei der Piloten-Methode steuert sich das Team selbst durch das jeweilige Projekt, so dass es keine expliziten Hierarchien und damit keine spezifische Führungskraft und bei der Revolutions-Methode führt das Team den eigenen Chef, so dass hier die Ausgangsbasis eine Demokratie darstellt, durch die über Vorgänge abgestimmt werden kann, nach denen sich die Führungskraft dann richten muss.

Die Methoden sind erfolgreich und treffen den Puls der Zeit. Was also können Projektmanager daraus lernen? Ronald Hanisch ist sich sicher: Das Team eines Projekts könnte deutlich erfolgreicher arbeiten, wenn es sich seine Ziele selber aussucht.

Fazit: Im Projektmanagement ist Umdenken gefragt

Mit seinem 192-seitigen Buch „Das Ende des Projektmanagements“ (ISBN 978-3-7093-0509-6) verdeutlicht Ronald Hanisch, dass ein Umdenken im Bereich des Projektmanagements zwingend erforderlich ist. „In unserer Zusammenarbeit mit Projektmanagern wurde deutlich, dass Unternehmen von der neuen Generation profitieren können, wenn ein gewisser Freiraum für junge Ideen gegeben ist“, sagte Steffen Jung, Leiter Marketing bei braintool in diesem Zusammenhang. „Allerdings sollte nach unserer Erfahrung auch immer eine strukturierte Arbeitsorganisation ein wesentlicher Teil der Arbeitsgrundlage für ein erfolgreiches und effizientes Projektmanagement sein.“

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