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Was ist eigentlich Scrum?

Was ist eigentlich Scrum?

Scrum ist eine agile Methode des Projektmanagements. Sie ist dafür gedacht, Innovationen schnell voranzutreiben, indem Hierarchien abgebaut, Entscheidungsprozesse vereinfacht und ein hohes Maß an Selbstorganisation bei den Mitarbeitern gefördert werden. Synergien werden gebündelt. Die Methode wurde 1986 erstmal von den Wissenschaftlern Ikujirō Nonaka und Hirotaka Takeuchi vorgestellt. Die Wortwahl veranschaulicht bereits das System der Methode. Scrum (=Gedränge) und Sprint haben die Wissenschaftler als Begrifflichkeiten aus dem Rugby entnommen. Eine Gruppe drängt schnell in eine Richtung, um so den Ball in ihrem Sinne zu bewegen. Scrum eignet sich für Branchen, die sehr schnelllebig und entwicklungsfreudig sind, allen voran die IT-Branche. Mit Scrum können Sie zeitnah auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren, unternehmerisch „auf Sicht“ fahren, anstatt lange vorauszuplanen.

Vorgehensweise der Methode

Scrum ist eine teambasierte Methode, die äußerst flexibel ist. Kreationsprozesse werden dabei regelmäßig angepasst, Anforderungen neu definiert, Eigenschaften neu bewertet. Die Methode ist von der Theory of Constraints beeinflusst. Sie eignet sich weniger für kleinere, sondern für größere Projekte. Teilschritte werden in „Sprints“ organisiert, die den gesamten Prozess beschleunigen sollen.
Im so genannten Sprint Backlog werden die Aufgaben notiert, die zum erfolgreichen Erreichen des Sprints nötig sind. Hierbei werden auch Zuständigkeiten geklärt. Danach bearbeiten die Mitarbeiter weitestgehend eigenständig sowie in Kontakt mit anderen Teammitgliedern die nötigen Aufgaben. Im Daily Scrum bespricht sich das Team über die Fortschritte. In Sprint Reviews werden die Ergebnisse vorgestellt: was gut lief, welche Vorgehensweisen für weitere Sprints übernommen werden könnten. Die Trinität der Methode lautet: Transparenz, Überprüfung, Anpassung.

Vorteile von Scrum

Projekte, die Schnelligkeit, Flexibilität und ein hohes Innovationsmaß erfordern, profitieren von Scrum. Auch „unplanbare“ Projekte, bei denen einige Parameter noch unsicher sind, können durch diese Methode bewältigt werden. Corona hat die Vorteile agiler Methoden weltweit bestätigt. Eine Pandemie mit wechselseitigen Auswirkungen auf alle globalen Geschäftsprozesse erfordert schnelle, flexible Mechanismen, um handlungsfähig zu bleiben. Dies heißt natürlich nicht, dass Scrum automatisch für alle Branchen geeignet ist. Dem ist nicht so! Jedoch können neben der IT-Branche auch andere Entwicklungs-, Technologie- und Dienstleistungssektoren davon profitieren. Lesen Sie dazu auch die Stude: Der Nutzen agiler Ansätze

Arbeitgeber der Zukunft

Letztlich positionieren sich Unternehmen, die Scrum praktizieren, als interessantere Arbeitgeber im Kampf um qualifizierte Fachkräfte. Jeder einzelne Mitarbeiter kann wesentlich zum Erfolg eines Projektes beitragen, erfährt Wertschätzung, Zuspruch, Selbstwirksamkeit. Diese Stichworte werden insbesondere von jüngeren Arbeitnehmern immer mehr eingefordert. Ein Beruf soll nicht nur gut bezahlt werden, der/die Einzelne möchte das Gefühl haben, Teil eines bedeutenden Ganzen zu sein. Scrum kann dazu beitragen, die Motivation der Mitarbeiter zu stärken, was wiederum zur Verbesserung des Betriebsklimas führt. Vorausgesetzt, die Teams sind entsprechend zusammengestellt und die passenden Mitarbeiter dafür ausgewählt worden. Sprich: Mitarbeiter, die Eigeninitiative zeigen, Lernbereitschaft und das nötige Maß an Flexibilität und Teamgeist mitbringen. Grundsätzlich lässt sich beobachten, dass agiles Projektmanagement auf dem Vormarsch ist.

Habe Sie bereits Erfahrungen mit Scrum? Welche agilen Methoden nutzen Sie sonst noch? Welche halten Sie für besonders erfolgversprechend?

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