Fundstücke Projektpraxis, Praxistipps für Projektmanager

Auf dem Weg zum Ziel Delegieren: Ohne geht es nicht

Ein Projekt zu führen ist heutzutage immer eine komplexe Aufgabe: Zahlreiche Zusammenhänge, mehrere Aufgaben und Projekte nebeneinander und neu zusammengesetzte Teams können die Projektsteuerung und -koordination gefühlt zu einer schwierigen Aufgabe machen.

Das Delegieren kann dabei für den Verantwortlichen Manager eine fühlbare Entlastung bieten, indem er Aufgaben oder Verantwortungen für Teilbereiche sinnvoll an Teammitglieder abgibt.

Der Vorteil des Delegierens

Nicht jeder kann alles gleich gut erledigen, und nicht jeder kann alle einzelnen Teilbereiche ständig mit genauer Fachkenntnis im Blick haben. Sinnvoll eingesetzt ist es daher durchaus von Vorteil, die Verantwortung oder Aufgaben mit Teammitgliedern zu teilen und diese entsprechend ihrer Stärken zum Vorteil der Projektdurchführung und zur Entlastung des Projektmanagers einzusetzen.

Richtig eingesetzt kann es auch möglich sein, ein Projekt durch Delegieren schneller voranzubringen, wenn der Projektmanager ein Zeitproblem hat und Kollegen unterstützen können, Vorgänge schneller abzuarbeiten.

Das Delegieren fordert allerdings Vertrauen in die Kenntnisse und Fähigkeiten der jeweiligen Kollegen, eine gute Kommunikation und sicherlich auch an der einen oder anderen Stelle Kontrolle. Doch – nur Mut – effektiv eingesetzt, stärkt das Delegieren die Zusammenarbeit eines Teams und das Fortkommen von Projekten.

1. Die passenden Teammitglieder auswählen

Um eine erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen, ist es unerlässlich, die passenden Kollegen für die jeweiligen Aufgaben auszuwählen. Die entsprechenden Teammitglieder sollten über notwendige Fachkenntnisse verfügen und der Projektmanager sollte eine gute Vertrauensbasis zum Mitarbeiter haben.

2. Klar kommunizieren

Eine punktgenaue Kommunikation vereinfacht die Durchführung von Aufgaben für alle Beteiligten erheblich. Hilfreich ist es, bei der Übertragung von Aufgaben nach der SMART-Analyse vorzugehen. Der jeweilige Mitarbeiter sollte auch dadurch unterstützt werden, dass alle anderen Teammitglieder klar über die neue Arbeitsaufteilung Bescheid wissen, so dass es keine unnötigen Reibereien gibt.

3. Realistische Deadlines setzen

Der Mitarbeiter sollten, klare und zugleich realistische Ziele gesetzt werden. Eine eingeforderte Umsetzung, die den Mitarbeiter mehr als nötig strapaziert und unrealistische Ziele setzt, wird nicht motivieren. Die Deadline sollte allerdings auch ein Ansporn sein, die Aufgabe innerhalb einer gewissen Zeit umzusetzen. Tipps, um Mitarbeiter zu motivieren, haben wir hier zusammengestellt.

4. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Je besser man den Kollegen kennt und je mehr die Vertrauensbasis zueinander wachsen konnte, um so weniger muss kontrolliert werden. Am Anfang einer Zusmmenarbeit empfiehlt es sich jedoch in der Regel, stichprobenartige Kontrollen vorzunehmen, um eventuelle Missverständnisse auszuräumen und auch um den Kollegen besser kennenzulernen und die Zusammenarbeit als verantwortlicher Manager besser steuern zu können. Wichtig ist es jedoch auch, dem Kollegen das Gefühl zu vermitteln, dass er oder sie seine Teilaufgabe eigenverantwortlich durchführen kann.

Bewusst und effektiv umgesetzt können Projektmanager durch das Delegieren ein starkes Projektteam aufbauen und ihre Projekte gut zum Ziel führen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Delegieren gemacht? Gibt es noch weitere Tipps, die Projektmanagern beim Delegieren helfen können?

 

2 Kommentare

  • Ein wunderbarer Artikel. Er fasst zusammen, wie ernsthaft und effizient das Delegieren ist:
    + Teammitglieder entsprechend ihrer Stärken einsetzen
    + Delegieren fördert Vertrauen und Kommunikation
    + Delegieren fördert die Motivation

    Ich hoffe auf weitere interessante Beiträge.

    Herzliche Grüße

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