
In den frühen 90er-Jahren suchte ein Softwareentwickler nach einem Werkzeug, das Aufgaben nicht nur sammelt, sondern strukturiert, priorisiert und verlässlich verwaltet. Die verfügbaren Lösungen waren entweder zu einfach – klassische Terminplaner und To-Do-Listen – oder zu komplex und teuer, wie professionelle Projektmanagementsysteme. Aus diesem ganz konkreten Bedarf entstand der Aufgabenplaner, die erste Version dessen, was wir heute als A-Plan kennen. Und seitdem gilt: A-Plan wächst mit seinen Anwendern.
Die Anfänge in den frühen 90ern: Ein Aufgabenplaner schließt eine Lücke
Ein Werkzeug, das Übersicht bringen sollte
Das Handbuch des Aufgabenplaners von Oktober 1992 beschreibt deutlich die Ausgangssituation: Es gab kein einfach zu bedienendes Werkzeug, das auch bei vielen Aufgaben Überblick schafft und zugleich Delegation, Termine, Prioritäten und Wiedervorlagen strukturiert abbildet. Projektmanagementsoftware existierte – war aber teuer, überfrachtet und für viele kleine und mittlere Organisationen ungeeignet.
Der Aufgabenplaner schloss genau diese Lücke. Er ordnete Aufgaben in einer klaren Hierarchie: Ordner → Projekte → Vorgänge. Diese strukturierte Sicht galt bereits damals als großer Vorteil gegenüber klassischen Terminplanern, deren Erledigungslisten kaum mehr als eine Notizfunktion boten.
Technik der frühen Jahre: Windows 3.1, VB/ISAM und 2 MB Speicherplatz
Die Software lief unter Windows 3.1, benötigte rund 2 MB Speicherplatz und war auch auf einem 386er-PC performant nutzbar. Die Entscheidung für eine ISAM-Datenbanktechnologie sorgte für schnelle Zugriffe und zuverlässige Datenspeicherung – technische Qualitäten, die damals wie heute zentrale Kriterien waren.
Die Grundidee war jedoch wichtiger als die technischen Details: Einfachheit, klare Darstellung und Bedienbarkeit mit Maus und Tastatur. Schon 1992 legte dies die Basis für alles, was später folgen sollte.
Vom Aufgabenplaner zu Aufgabenplaner 2: Wachsende Anforderungen
Nutzerfeedback formt die Weiterentwicklung
Im Handbuch sind bereits Erweiterungswünsche dokumentiert, die zeigen, wie praxisnah die Software genutzt wurde: Gantt-Diagramme, Netzwerkfähigkeit, Verschieben von Projekten, Datenexport in Office-Programme. Viele dieser Ideen fanden ihren Weg in spätere Versionen.
Mit zunehmenden Anforderungen wurde aus dem simplen Aufgabenplaner ein Werkzeug, das erste Elemente klassischer Projektplanung integrierte – ohne die Nutzer mit unnötiger Komplexität zu überfordern. Genau das wurde zu einem Markenzeichen des späteren A-Plan.
Der Übergang zur Marke A-Plan
Aus „Aufgabenplaner“ wurde „Aufgabenplaner 2“ – eine Weiterentwicklung, die die Basis für den späteren Namen A-Plan legte. Die Software wuchs, die Zielgruppen wurden breiter, und die Anforderungen wurden vielfältiger. Mit der Jahrtausendwende begann eine Phase kontinuierlicher Professionalisierung.
A-Plan 2000, 2001 … Professionalisierung einer Lösung
Mehr Funktionen, mehr Übersicht, mehr Verlässlichkeit
Die frühen 2000er-Jahre führten zu einem klaren Ausbau der Funktionen: übersichtliche Druckoptionen, Sortierlogiken, verbesserte Kalenderdarstellungen, komplexere Terminbeziehungen. Aus einem Aufgabenverwaltungs-Tool wurde ein vollwertiges, aber bewusst schlankes Projektmanagementsystem.
Von BRainbow zu braintool: Die Geschichte eines Namens

Die Unternehmensgeschichte beginnt mit einem kreativen Wortspiel: BRainbow – eine Verbindung aus Ideenvielfalt und den Initialen des Entwicklers Bernhard Reichl. Doch eine gleichnamige Werbeagentur verhinderte die rechtliche Nutzung. Die Lösung war pragmatisch: BRainTool. Ein Name, der den Zweck klarer ausdrückte: Werkzeuge für Menschen, die Projekte bewegen.
Mit den Jahren wurde die Marke weiterentwickelt, das Design modernisiert, die Schreibweise vereinheitlicht. Heute steht die braintool software GmbH für Kontinuität, Praxistauglichkeit und die konsequente Weiterentwicklung von A-Plan – ganz ohne großes Branding, sondern getragen von Nutzern, die der Software seit Jahrzehnten treu sind.
A-Plan X: Neuentwicklung für die Anforderungen der Zukunft
Warum eine komplette Neuentwicklung notwendig wurde
2020 begann eine neue Ära: Mit A-Plan X wurde die Software technisch vollständig neu entwickelt. Die Anforderungen an Projektplanung hatten sich verändert – Teamarbeit, moderne Oberflächen, höhere Performance, bessere Integration in bestehende IT-Landschaften. Eine Evolution hätte nicht gereicht. Es brauchte einen Neuanfang auf zeitgemäßer technischer Basis.
Eine Mission bleibt: Projektplanung so einfach wie möglich machen
Trotz komplett neuer Architektur bleibt die Kernphilosophie unverändert. Schon das Handbuch von 1992 formuliert zwischen den Zeilen, dass Nutzer möglichst schnell und ohne lange Einarbeitung produktiv werden sollen. Dieses Prinzip prägt A-Plan X bis heute.
Warum es keine Versionsnummern mehr gibt
Früher trugen neue Versionen Jahreszahlen – 2000, 2001 und weitere. Mit A-Plan X hat sich das geändert: Seit 2020 erfolgt die Weiterentwicklung fortlaufend, ohne neue Namen. Das schafft Klarheit und reduziert Update-Aufwand. Anwender arbeiten immer mit der aktuellen Version – stabil, planbar und ohne Versionssprünge.
30 Jahre A-Plan: Eine Software wächst mit ihren Anwendern
Was gleich geblieben ist
- Fokus auf Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit
- Zuverlässige Planung ohne unnötige Komplexität
- Strukturierte Darstellung von Aufgaben, Vorgängen und Terminen
- Hohe Stabilität und lokaler Betrieb als Grundprinzip
Was sich kontinuierlich weiterentwickelt hat
- Technologische Basis und Performance
- Visuelle Darstellung und Nutzerführung
- Integrationsmöglichkeiten in bestehende Infrastrukturen
- Funktionen für professionelles Projektmanagement
Aus einem schlanken Aufgabenplaner ist ein Werkzeug geworden, das in Industrie, Ingenieurwesen, Bauwesen, Beratung und vielen weiteren Branchen täglich genutzt wird. Und die Basis dafür wurde bereits 1992 gelegt – mit dem Anspruch, Projektplanung einfach, zuverlässig und übersichtlich zu machen.
Zusammenfassung
- A-Plan entstand in den frühen 90ern als leicht bedienbarer Aufgabenplaner.
- Schon frühe Nutzerwünsche zeigten den Bedarf nach mehr Projektmanagementfunktionen.
- Mit Aufgabenplaner 2 und den späteren A-Plan-Versionen entwickelte sich die Software professionell weiter.
- Die Marke braintool entstand aus einem pragmatischen Namenswechsel.
- A-Plan X ist eine vollständige Neuentwicklung ohne Versionsnummern – mit derselben Mission wie 1992.
