Machen Überstunden dumm?

Überstunden

Wenn Sie Überstunden vermeiden möchten, ist eine genaue Planung ein wichtiger Punkt für die richtige Methode. So lässt sich in vielen Fällen die Arbeit über die normale Stundenanzahl pro Woche hinaus deutlich verringern. Überstunden bedeuten für den Arbeitnehmer nämlich nicht nur Stress, sondern machen einer Studie unter der Leitung des Finnish Institute of Occupational Health zufolge auch noch dumm.

55-Stunden-Woche: Intelligenz nimmt ab

Die Studie, die im American Journal of Epidemiology erschienen ist, untersuchte fünf Jahre lang, wie es unter anderem um die Intelligenz und das Sprachvermögen der männlichen und weiblichen Teilnehmer mittleren Alters bestellt war. In der Studie wurde zunächst erhoben, dass 39 Prozent der Probanden 35-40 Stunden in der Woche arbeiteten, acht Prozent mehr als 55 Stunden die Woche und die Mehrheit mit 53 Prozent zwischen 41 und 55 Stunden in der Woche. Das schockierende Ergebnis: Teilnehmer mit einer durchschnittlichen 55-Stunden- Woche wiesen eine geringere Intelligenz auf und verfügten zudem über einen deutlich kleineren Wortschatz. Darüber hinaus litten viele der Arbeitnehmer mit Überstunden beispielsweise unter einem chronischen Bluthochdruck, was vor allem als körperliche Reaktion auf Stress zurückzuführen ist.

Schlafmangel, soziale Isolation und Alkoholkonsum

Wie die Studie außerdem zusammenfasst, sind überwiegend intelligentere Menschen betroffen, denn sie machen meist mehr Überstunden, leiden dadurch oft unter Schlafmangel und wiesen zudem einen höheren Konsum an Alkohol auf. Die Betroffenen mit einer Arbeitswoche von mehr als 55 Stunden sind häufig männlich, verheiratet oder befinden sich in einer Partnerschaft. Die Studie hat zudem feststellen können, dass auch der soziale Kontakt aufgrund der höheren Arbeitszeit nachlässt.

Vokabular und Argumentationsfähigkeit wird eingeschränkt

In einem weiteren Schritt konnte auch der Rückgang des Vokabulars festgestellt werden, welches mit zunehmender Wochenarbeitszeit begrenzt war. Schlussendlich wurde festgestellt, dass auch die Leistung bei Argumentationen während der fünfjährigen Testphase immer weiter nachließ. Insgesamt litt also nicht nur die Bildung und die berufliche Stellung an den Überstunden, sondern auch die Gesundheit wurde aufgrund von körperlichen Erkrankungen, wie Herz-Kreislaufstörungen sowie dem akuten Schlafmangel, immens beeinträchtigt.

Mit der richtigen Planung gegen Überstunden ankämpfen

Aus der Studie lässt sich schnell folgen, dass Überstunden, die dauerhaft oder regelmäßig stattfinden, weder eine Lösung für den Arbeitnehmer, noch für den Arbeitgeber sind. Auf diese Weise wird nämlich auch die Leistungsfähigkeit gemindert und das selbst dann, wenn die Überstunden nur über einen kurzen Zeitraum hinweg anfallen. Denn es wurde außerdem festgestellt, dass diese kurzen Phasen langfristige und meist ungeahnte Folgen haben, die in der effizienten Arbeitsweise niederschlagen. Als Arbeitgeber sollten Sie daher mit der richtigen Planung dafür sorgen, dass Mitarbeiter keine oder kaum Überstunden leisten müssen, denn auf diese Weise verhelfen Sie ihnen dazu, langfristig erfolgreich im Job zu sein.

Welche Wochenarbeitszeit haben Sie? Oder achten Sie auf die Überstundenanzahl der MitarbeiterInnen? Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen und über Ihre Meinung zu dieser Studie!

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