Projektmanagement Blog

10 Tipps zur Teamführung

30 Okt
2014

Oft wird man schneller zum Teamleiter, als man denkt. Es kommt immer wieder vor, dass frisch ernannte Teamleiter dabei ins kalte Wasser geworfen werden“. Sie arbeiten dann ohne wirkliche Einarbeitung in ihr neues Aufgabengebiet mit mehr Verantwortung und fühlen sich in dieser Situation oft unwohl.

Nur ein Teamleiter, der weiß, wie ein gutes Team zusammengestellt wird und der seine Mitarbeiter von Anfang an ins Boot holen kann, wird in seinem Team die besten Eigenschaften und somit auch die besten Arbeitsergebnisse fördern können. Doch wie geht man als junger Teamleiter an eine solche Herausforderung heran? Die folgenden „goldenen Regeln“ helfen dabei, ein Team zum Erfolg zu bringen.

  1. Zuhören vor dem Entscheiden – Teammitglieder zum Zuhören auffordern („Schwamm-Modell“ – Aufsaugen von Informationen)
  2. Herbeiführung einer gemeinsamen Entscheidung des Teams (wird ein Konsens gefunden, werden Entschlüsse von allen getragen)
  3. Motivation durch angemessene Information (regelmäßige Information der Teammitglieder und regelmäßige Anforderung von Informationen)
  4. Eine „Team-Mama“ kann oftmals ein gutes Team unterstützen (Ansprechpartner für die Probleme der Mitarbeiter sein und auf diese eingehen)
  5. Ausgewogene Zusammensetzung des Teams und Förderung in der Weiterentwicklung vorhandener Kompetenzen (neben Fachwissen sind für die Auswahl der Team-Mitglieder auch soziale Kompetenz und Betriebswissen wichtig)
  6. „Der Ton macht die Musik“ (wertschätzende, aber klare Kommunikation sowie Förderung und Achtung des gegenseitigen Verständnisses untereinander)
  7. Aufgabenverteilung entsprechend den Fähigkeiten der Mitarbeiter (Mitarbeiter mit verteilten Aufgaben nicht über- oder unterfordern)
  8. Vorbild in Verhalten, Leistung und Arbeitsstrategie (Führungskräfte sind ein Modell für den Umgang der Team-Mitglieder untereinander sowie für Selbstorganisation sowie Qualität und Quantität der Arbeit)
  9. Alle Team-Mitglieder in die Arbeit einbeziehen (keine Alleingänge bei wichtigen Problemen)
  10. Erreichbare Ziele für das Team setzen und auf Leistungsverbesserungen hinarbeiten (durch das Wissen über Anforderungen und Verbesserungen Motivation verschaffen)

Bewusstes Handeln ist wichtig

Bei der Führung eines Teams ist es generell wichtig, nichts zu überstürzen, sondern vielmehr behutsam vorzugehen. Tauchen Probleme auf, werden diese auch vorgestellt – nicht die Lösung dazu. Teamleiter haben die Aufgabe, ihren Team-Mitgliedern aufmerksam zuzuhören, wenn über das Problem gesprochen wird. Die soziale Kompetenz eines Teamleiters zeigt sich dann im Prozess der Lösung des Problems. Teamleiter müssen dem Team in diesem Prozess zum Zusammenhalt verhelfen und dennoch Diskussionen ermöglichen, an denen sie sich selbst sowie die Mitarbeiter beteiligen.

Dabei sollten Teamleiter allerdings auch nicht ihre Aufgabe der Leitung des jeweiligen Projektes aus den Augen verlieren. Um hier die richtige Mischung aus Führung und Einbeziehung zu finden, wird der Teamleiter mit wachsender Erfahrung immer mehr Fingerspitzengefühl entwickeln.

In einer Führungsposition sein heißt, immer „vorn dran“ zu sein

Bei Entscheidungen muss der Teamleiter dafür Sorge tragen, dass vereinbarte Maßnahmen auch durchgeführt und entstehende Probleme zusammen gelöst werden. Teamleiter müssen deshalb ein Verständnis für das Leiten von Sitzungen haben, Unklarheiten ansprechen und Konflikte lösen können. Zudem muss er Entscheidungen vorbereiten, Beschlüsse fassen und entsprechende Ergebnisse kontrollieren und eventuell nachjustieren.

Um welche Tipps würden Sie aus Ihrem Erfahrungsschatz diese Liste ergänzen?

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