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Projektteams richtig zusammenstellen

Projektteam
Der Erfolg oder Misserfolg eines Projektes hängt maßgeblich von den beteiligten Mitarbeitern ab. Im Idealfall ergänzen sich die Kompetenzen der Beteiligten, alle ziehen an einem Strang, verfolgen dieselben Ziele und unterstützen sich gegenseitig. Damit das Teamwork reibungslos funktioniert, ist es wichtig, die Teams richtig zusammenzustellen.

Fachliche Kompetenzen abdecken

Am wichtigsten ist es abzuklären, welche Kompetenzen zur Bewerkstelligung des Projektes nötig sind. Welcher Mitarbeiter bringt die erforderliche Qualifikation mit? Ist der Mitarbeiter zeitlich verfügbar? Müssen bestimmte Tätigkeiten nur temporär ausgeführt werden, zum Beispiel durch externe Mitarbeiter?
Im zweiten Schritt sollten Sie beurteilen, ob die einzelnen Mitarbeiter bereits bei ähnlichen Projekten oder Kunden tätig waren. Welche Resultate wurden hierbei erzielt? Im dritten Schritt können Sie prüfen, welche Kollegen bereits in Teams miteinander gearbeitet haben. Verlief das Teamwork harmonisch und produktiv oder gab es Reibereien?

Erfolgsfaktor: Diversität

Was für Ökosysteme gilt, gilt auch für das menschliche Miteinander: Systeme, die durch Vielfalt bestechen, sind auf Dauer die erfolgreichsten. Je mehr unterschiedliche Ansichten, Ideen und Problemlösungsansätze in das Team einfließen, desto besser wird das Ergebnis ausfallen. Achten Sie darauf, ein ausgewogenes Verhältnis in puncto Geschlecht und Altersstruktur herzustellen. Jahrelange Berufserfahrung versus Berufsanfänger, der mit innovativen Ideen von der Uni kommt – das kann gut funktionieren! Männer agieren häufig risikofreudiger und Frauen vorsichtiger. Dies haben Wissenschaftler des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel herausgefunden. Daher funktionieren ausgewogene Mann-Frau-Teams im Alltag sehr gut. Auch die McKinsey-Studie „Why Diversity Matters“ bestätigt die Vorteile von Diversität, unter anderem in Bezug auf multinationale Teams.
Tipp für alle Projektmanager: Hüten Sie sich vor der Sympathiefalle! Wir Menschen neigen dazu, uns Personen auszusuchen, die uns ähnlich sind. Im Ergebnis erhalten Sie eine homogene Masse, die gleich denkt und handelt. Dies bringt Sie auf Dauer nicht weiter. Deshalb sollten Sie Mitarbeiter mit einbeziehen, die Ihnen vielleicht nicht gleich auf Anhieb sympathisch sind, die aber frischen Wind und neue Sichtweisen ins Team einbringen.

Das Team strukturieren

Ganz wichtig ist es, gleich zu Beginn Verantwortlichkeiten, Befugnisse und Abläufe festzulegen. Damit ersparen Sie sich spätere Hahnenkämpfe. Wer ist wofür zuständig? Wer hat in welchem Bereich eine Entscheidungskompetenz? Was muss im Team abgesegnet, was kann im Alleingang abgewickelt werden? Klare Regeln schaffen Vertrauen. Eine Projektplan-Software wie A-Plan unterstützt Sie dabei, ein Team effektiv zu leiten, indem Sie Befugnisse und Kommunikationswege konkret auf die jeweiligen Mitarbeiter einstellen können.

Charaktere beachten, Wir-Gefühl schaffen

Mitarbeiter sind auch nur Menschen. Sie werden mitunter stärker von Emotionen als von der Ratio gesteuert. Mögen Mitarbeiter fachlich gut zueinander passen, heißt dies noch lange nicht, dass sie auch im zwischenmenschlichen Bereich harmonieren. Jeder hat einen eigenen Charakter. Es gibt die die Redegewandten und Zurückhaltenden, die Besserwisser und Bescheidenen, die Kollegialen und Ehrgeizigen. Eine gute Mischung führt auch hier zum Erfolg. Allerdings muss ein Ausgleich vorhanden sein. Wird der Erfolg oder Misserfolg immer nur einzelnen Personen zugeschrieben, wird dies bald für Unmut sorgen. Achten Sie darauf, dass sich jeder Einzelne als Teil eines Ganzen betrachtet. Nicht das Ich, sondern das Wir zählt!

Das Team zusammenführen

Ein hervorragender Anlass, um das Eis bröckeln zu lassen, sind Teambuilding-Events. Ob Kanufahren, GPS-Rallye, Disc Golf oder Alpaka-Hof – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Team auf smarte Art zusammen zu schweißen. Vorteil: Hier werden auch verborgene Talente und Soft Skills der einzelnen Kollegen sichtbar, die im Berufsalltag oft unbemerkt bleiben. Daneben können Teamrituale hilfreich sein. Ebenso wie wiederkehrende soziale Aktivitäten: Vom Morgen-Yoga bis hin zum Feierabend-Bier ist alles denkbar.

In guten und in schlechten Zeiten funktionieren

Manche Projektteams harmonieren hervorragend, wenn alles glatt läuft. Doch sobald Probleme auftreten, bröckelt das Miteinander. Geplatzte Projekte, Wirtschaftskrisen, Budgetkürzungen: Jeder wird zum Einzelkämpfer, Schuldzuweisungen sind an der Tagesordnung. Projektmanager können hier eine Schlüsselfunktion einnehmen, um Mitarbeiter motiviert durch Krisen zu führen. Sei es durch Feedback-Kultur, Belohnungssysteme oder das Aufzeigen von neuen beruflichen Perspektiven. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.

Nach welchen Kriterien stellen Sie Ihre Teams zusammen? Welche Teams sind Ihrer Erfahrung nach am erfolgreichsten. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

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