Praxistipps für Projektmanager

So kommen Sie mit OKR zum Erfolg

Intel, Google, LinkedIn, Zalando – Sie alle tun es. Sie wenden OKR – genauer: „Objectives and Key Results“ in ihren Firmen an. Hierbei handelt es sich um eine Management- und Mitarbeiterführungsmethode, die insbesondere für Projektmanager von großem Interesse ist.
Oftmals beschließt die Führungsriege eine neue Zielsetzung, für die Mitarbeiter bleibt jedoch unklar, welche konkreten Auswirkungen dies im Einzelnen für sie hat. Als Projektmanager, dem Dreh- und Angelpunkt zwischen allen am Prozess beteiligten Personen, erleichtert Ihnen die OKR-Methode diesen Wissenstransfer. Denn so können Zielsetzungen auf alle Hierarchieebenen, Fachbereiche und Teams eines Unternehmens heruntergebrochen werden.

Ziele abgleichen und neu formulieren

OKRs verbinden die allgemeinen Zielsetzungen des Unternehmens mit den Tätigkeiten jedes einzelnen Mitarbeiters. Dadurch wird Klarheit geschaffen, welche Aufgaben in den nächsten drei Monaten priorisiert und wofür die einzelnen Ressourcen eingesetzt werden sollten. Ganz wichtig ist hierbei das Thema Transparenz: Jeder Mitarbeiter erfährt, woran er arbeiten sollte und warum.

Wenn Sie diese Methode anwenden wollen, sollten Sie verschiedene Punkte beachten:

Punkt 1: Visionen und Meilensteine abgleichen

Bei den Objectives handelt es sich um die übergeordneten Zielvorgaben, die ruhig etwas visionär gedacht werden können. Zum Beispiel, wo das Unternehmen in fünf Jahren stehen will. Bei den Key Results handelt es sich um messbare Ergebnisse, die für jede Abteilung und jedes Team definiert werden. Diese dienen als Meilensteine auf dem Weg zur Zielerreichung. Nach Ablauf der drei Monate werden beide Bereiche miteinander abgeglichen. Was wurde erreicht? In welchen Bereichen hakt es? Warum? Welche Maßnahmen müssen eingeleitet werden, um die nächsten Meilensteine zu erreichen? Auf dieser Basis werden die nächsten Ziele formuliert.
Vorteil: Die OKRs sind ein sehr flexibles, sich ständig veränderndes System, das insbesondere in schnelllebigen Branchen angebracht ist.

Punkt 2: Formulieren der gewünschten Ziele

Ohne Ziel kein Weg. Das Formulieren der richtigen Ziele ist für diese Methode essenziell. Bei der OKR-Methode stammen 60 Prozent der Zielgaben aus dem operativen Bereich und werden mit den restlichen 40 Prozent der Ziele aus der Managementebene in Einklang gebracht. Dieses Führungssystem wird nicht starr von oben indoktriniert, sondern lebt vom Einsatz aller Beteiligten.
Wie man Ziele richtig definiert, können Sie auch hier nachlesen.

Punkt 3: Die Messlatte richtig setzen

Um die Key Results zu beziffern, sollte ein Erreichen der Zielvorgaben von etwa 75 bis maximal 90 Prozent angestrebt werden. Werden regelmäßig 100 Prozent erreicht, so wurde die Messlatte zu niedrig angesetzt.
Wichtig: Die OKR-Methode dient weder der Mitarbeiterüberwachung, noch deren Bewertung. Es ist weder an Sanktionen, noch an Bonussysteme gekoppelt

Punkt 4: Eine agile, offene Unternehmensstruktur ist von Vorteil

Das System lebt von Transparenz. Dies funktioniert besonders gut bei Firmen mit agilen, offenen Unternehmensstrukturen, die einen kooperativen und modernen Führungsstil pflegen. Verschiedene Führungsstile stellen wir Ihnen hier vor.

Punkt 5: Tools für ein effizientes Handling nutzen

Die richtigen Tools zur Zusammenarbeit: Zur Umsetzung der OKR-Systems können Sie zum Beispiel einen Projektstrukturplan verwenden. Eine moderne Projektmanagement-Software, bei der Mitarbeiter Informationen aktualisieren und austauschen können, erleichtert die Umsetzung der Methode. A-Plan ist eine Betriebssoftware, welche diese Ansprüche bedient.

Bei den OKRs handelt es sich um ein „Learning by doing“-System. Insbesondere die retrospektive Betrachtung der einzelnen Key Results, kann dazu beitragen, Prozesse zu optimieren und strukturiert auf Ziele hinzuarbeiten. Jeder Mitarbeiter sieht seine tägliche Arbeit im klaren Kontext zu den Firmenzielen, was das Zugehörigkeits- und Teamgefühl positiv beeinflussen kann. Denn die Gewissheit, etwas Sinnvolles zu einem Prozess beitragen zu können, motiviert ungemein.

Wenden auch Sie die OKR-Methode an? Wo sehen Sie Chancen und Schwachstellen? Teilen Sie uns Ihre Überlegungen mit!

Bildquelle: © Can Stock Photo | canstockphoto.de

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