Praxistipps für Projektmanager

So bewältigen Sie HR-Projekte souverän

Das Vorurteil „HR kann ja jeder!“
wird in der Arbeitswelt immer mal wieder geäußert. Wohl jeder, der schon einmal in der Human Resources Abteilung gearbeitet hat, wird bei dieser Aussage die Augen verdrehen. Denn der Bereich HR umfasst weitaus mehr als „nur“ Bewerbungsgespräche und die Erstellung von Dienstplänen. Vor allem im Zuge der Digitalisierung werden HR-Abteilungen vor große Herausforderungen gestellt.
Dass im HR-Management auch Projektmanagement durchgeführt wird, ist vielen nicht bewusst. Aber was muss bei solchen Projekten eigentlich beachtet werden?

HR-Projekte intensiv und feinfühlig betreuen

HR-Projekte zeigen sich oft als zeit- und arbeitsintensive Projekte, bei denen stets sehr feinfühlig vorgegangen werden muss. Wenn globale Änderungen bei Mitarbeitern die eigene Tätigkeit, das Arbeitsumfeld oder den eigenen Vertrag betreffen, reagieren Betroffene schnell sensibel.

Bei vielen Projekten kann zudem eine Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat notwendig sein. Unangenehme Themen wie zum Beispiel Kündigungen, Arbeitszeitänderungen oder schwierige oder komplexe Aufgaben wie die Erstellung von Richtlinien gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz könnten Bestandteil eines HR-Projekts sein, was umso mehr Sensibilität erfordert. Häufig müssen HR-Manager in solchen Situationen einen Spagat zwischen Professionalität und Emotionalität schaffen.

Ziele und Meilensteine möglichst transparente halten

Um das Projekt verlässlich zu steuern, ist es wichtig, Ziele und einzelne Meilensteine im Projekt zu planen und so transparent wie möglich zu gestalten. Einzuhaltende Deadlines sollten beteiligten Personen mit einem “Need-To-Know” ebenfalls klar formuliert und offen dargelegt werden.

Bei der Umstrukturierung eines Unternehmens beispielsweise kann es andernfalls schnell zu Unruhe und Widerstand kommen, wenn die Projektabsichten und Deadlines undurchsichtig gehalten werden. Seien Sie hier besonders konsequent, stehen Sie zu Ihren Entscheidungen und Absichten.

Vielleicht ein „Soundingboard“ durchführen?

Legen Sie den Fokus bei HR-Projekten auf die sozialen Faktoren, achten Sie auf die Stimmung der betroffenen Mitarbeiter und die Atmosphäre im gesamten Unternehmen. Hierzu kann ein „Soundingboard“ eine gute Möglichkeit sein.

Das „Soundingboard“ ist eine Bezeichnung für eine Gruppe oder ein Treffen dieser Gruppe zur Beurteilung von neuen Ideen und Projekten, aber auch bereits laufenden Veränderungsprojekten. Dadurch kann eventueller Unmut über ein Projekt frühzeitig erkannt werden, denn nicht selten stoßen HR-Projekte auf größeren Widerstand bei den Mitarbeitern. Das erfordert ein gutes Krisenmanagement. Seien Sie auf angespannte Situationen und schwierige Gespräche vorbereitet.

Bilden Sie sich und Ihre Mitarbeiter weiter

Ob es sich um ein komplexes oder ein weniger komplexes Projekt handelt: fundiertes Wissen im Bereich Projektmanagement kann für die Mitarbeiter die HR-Abteilung hilfreich sein. Sofern dieses nicht bereits im Studium oder in der Ausbildung erlangt wurde, können Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich geprüft werden.

Projektmanagement Software nutzen

Für umfangreiche HR-Projekte ist die Verwendung einer geeigneten PM-Software wie A-Plan ratsam, um wichtige Deadlines und Fakten übersichtlich im Blick zu behalten.

Alles in Allem ist natürlich kein Projekt wie das andere, besonders bei HR-Projekten ist immer ein gewisses Maß an Flexibilität und Individualität gefragt. Andere wichtige Voraussetzungen, die Sie als Projektmanager mitbringen sollten, finden Sie hier.

Nichts desto trotz sind auch Projektmanager nur Menschen und machen Fehler. In unserem Artikel die 9 häufigsten Fehler und was Sie tun können, um diese zu vermeiden können Sie mehr erfahren, um Fehler zu vermeiden.

Sie haben Erfahrung im HR-Management und weitere Tipps, um HR-Projekte zu meistern? Teilen Sie sie uns gerne in den Kommentaren mit!

Bildquelle: © Can Stock Photo | canstockphoto.de

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