Praxistipps für Projektmanager

So funktioniert die Projektpriorisierung mit der Vier-Felder-Matrix

Sie arbeiten an mehreren Projekten und wissen gar nicht, wo Sie anfangen sollen? Lohnt sich eigentlich die Mühe für jedes einzelne Ihrer Projekte, oder sollten Sie Ihren Fokus lieber auf einige wenige legen?

Haben Sie sich diese oder ähnliche Fragen auch schon gestellt? Dann ist es an der Zeit, Ihre Projekte gezielt zu priorisieren und ihre Effizienz zu hinterfragen! Wir stellen Ihnen eine Methode vor, mit der Sie einen klaren Kopf bekommen und die anstehenden Projekte ihres Input-Output-Verhältnisses nach sortieren können.

Die sogenannte Vier-Felder-Matrix baut auf der Portfolio-Analyse der Boston Consulting Group (BCG-Matrix) auf, in welcher Produkte nach ihrer Lebensdauer in vier Felder einsortiert werden. Daraus können wichtige strategische Maßnahmen für das Unternehmen abgeleitet werden. Anwenden kann man die Matrix auch auf einzelne Projekte, um zu analysieren, wo sich der eigene Aufwand besonders lohnt.

Dieses Modell kann somit auch ganz einfach zur Projektpriorisierung angewandt werden (siehe Grafik).

Projektpriorisierung mit Vier-Felder-Matrix

In einer solchen Matrix werden also notwendige Ressourcen mit dem zu erwartenden, daraus resultierenden Effekt in Zusammenhang gesetzt.

Schnelle Ergebnisse mit den Cash Cows

Wenn man nun nach dem Minimalprinzip vorgeht, dann sind es zuallererst die Cash Cows, in die investiert werden sollte. Bei solchen Projekten ist es möglich, mit relativ geringem Ressourcenaufwand einen hohen Output zu erzielen und somit schnelle Gewinne oder Ergebnisse einzuholen.

Die Stars: Gute Ergebnisse, etwas mehr Aufwand

Langfristig gesehen sind aber auch die Stars von großer Bedeutung. Bei diesen ist zwar ein größerer Aufwand unerlässlich, allerdings wird ebenso ein hoher Output erwartet.

Ein niedrigerer Output bei den Poor Dogs

Bei den sogenannten Poor Dogs ist ähnlich wie bei den Cash Cows ein relativ geringer Ressourceneinsatz erforderlich, allerdings ist hier auch mit einem wesentlich niedrigeren Output zu rechnen.

Vorsicht bei den Question Marks

Die Question Marks sind oft eine klare Kostenfalle. Bei hohem Ressourceneinsatz ist der Output meist fraglich oder von vornherein sehr gering. Sofern möglich, vermeiden Sie solche Projekte, und investieren Sie Ihre Zeit- und Geldressourcen lieber in viel versprechendere Projekte.

Eine ähnliche Vorgehensweise hat die Eisenhower-Matrix: Hier werden anstehende Projekte oder Aufgaben ihrer Wichtigkeit und ihrer Dringlichkeit nach bewertet.
Auch hier lohnt sich die Kategorisierung Ihrer Projekte, um festzulegen, welche Aufgaben zuerst und welche später erledigt werden sollten.

Gewiss findet die Vier-Felder-Matrix nicht für jedes Problem eine Lösung, sie ist jedoch ein guter Ansatz, um komplexe Sachverhalte einfach darzustellen und – in diesem Fall – einen Überblick über die einzelnen Projekte zu bekommen.

Wie steht es um Ihre Projekte? Haben Sie weitere Ideen, um Projekte zu priorisieren?

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